Stand: 17.07.2026, 18:00 Uhr
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Schreckt Einbrecher ab: Der Mopp vor der Tür kann eine belebte Wohnung vortäuschen. © Hendrik BammelEin Eimer mit Wischmopp vor der Wohnungstür kann Einbrecher abschrecken. Die Polizei Göttingen rät zu solchen kreativen Methoden, um während des Urlaubs einen belebten Eindruck zu erwecken.
Altkreis Münden – Gerade die Sommerferien werden von vielen Familien gerne genutzt, um auch für einen längeren Zeitraum wegzufahren. Der Urlaubsspaß kann jedoch schnell unlustig werden, wenn Einbrecher die Abwesenheit nutzen, um in Wohnungen und Häuser einzusteigen. Die Präventionsstelle der Polizeiinspektion Göttingen gibt Tipps, wie Urlauber ihr Zuhause richtig sichern können.
Wann finden die meisten Einbrüche im Jahr statt?
Grundsätzlich sind die Einbruchszahlen in den Wintermonaten am größten, erklärt Polizeihauptkommissar Marko Otte. Er ist Beauftragter für Kriminalprävention im Präventionsteam der Polizeinspektion. Auch in den Ferien würden die Fallzahlen ansteigen, führt er weiter aus. Einbrecher können dort leichter erkennen, welche Häuser und Wohnungen nicht belebt sind.
Kommen die Einbrecher nur nachts?
„Die Täter kommen meistens tagsüber und schlagen an Stellen zu, die gut erreichbar und schlecht einsehbar sind“, berichtet Otte. Klassische Einbruchsstellen sind Fenster und Türen hinter dem Haus, sowie der Zugang zum Keller. „Technische Prävention“ nennt der Polizist hier als wichtigen Punkt: Eine gute Mechanik, sowie widerstandsfähige Fenster und Türen können Einbrüche verhindern oder erschweren.
Gilt das nur für längere Abwesenheiten?
Nein: „Relevant sind hier bereits kurze Abwesenheiten“, sagt Otte. Auch wer tagsüber für Arbeit, Schule oder Termine nicht zu Hause ist, kann genauso Opfer eines Einbruchs werden.
Wie kann ich mein Haus sonst noch schützen?
Einbrecher suchen nach Anhaltspunkten, wie länger geschlossenen Rollläden, überfüllten Briefkästen, leeren Carports oder nicht gemähtem Rasen, erklärt Otte: „Daher ist es wichtig, einen belebten Eindruck zu hinterlassen.“ Nachbarn oder Verwandte können mit Housekeeping helfen und Veränderungen vornehmen, die andeuten, dass jemand zu Hause ist. Das kann sogar ein Eimer mit Wischmopp vor der Tür zur eigenen Wohnung sein. „Das hat niemand, der im Urlaub ist. Hier ist etwas Kreativität gefragt“, rät der Kriminalexperte. Ferner können auch Zeitschaltuhren oder smarte Lampen als gesteuerte Beleuchtung abschreckend wirken.
Worauf sollte ich besonders vor meiner Abreise achten?
„Vor Reiseantritt sollte nochmal gecheckt werden, ob alle Fenster und Türen fest verschlossen sind. Auch Kellerfenster und Nebeneingangstüren“, sagt Otte. Besonders sollten versteckte Schlüssel reingeholt werden – diese würden laut Otte auch von Versicherern oft als grob fahrlässig angesehen werden. Bei entsprechendem Vertrauen, sollten auch Nachbarn über die Urlaubsanwesenheit informiert werden.
Wo kann ich mich weitergehend informieren?
Als Kooperationsprojekt zwischen der Polizei und der deutschen Wirtschaft gibt es die Webseite k-einbruch.de. Dort gibt es umfassende Informationen und konkrete Tipps, wie sich Bürger gegen Einbrüche schützen können. Darüber hinaus bietet die Präventionsstelle in Göttingen auch eigene Beratungen an. Erreichbar ist diese per E-Mail an [email protected] oder unter Tel. 05 51/49 12 30 6.
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