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Pumpen für die Ewigkeit - sonst saufen wir ab! Viel Wasser überall - das Erbe des Bergbaus!

Andererseits gibt es die Herausforderung unter Tage. In den ehemaligen Stollen und Schächten steigt langsam das Grundwasser. Es enthält teilweise Schadstoffe, die sich nicht mit dem darüber befindlichen Grundwasser mischen sollen. An rund 6 Standorten im Revier wird das Grubenwasser jetzt und in Zukunft nach oben gepumpt, teilweise gereinigt und am Ende in den Rhein geleitet. Deswegen die riesigen Pumpen, für die immer in Herne Ersatz bereitsteht.

Grubenwasser als Energielieferant

Aber das Grubenwasser macht nicht nur Arbeit, es steckt auch voller Energie. Am Standort Robert Müser, einer alten Großzeche in Bochum, wird es mit rund 28 Grad Celsius an die Oberfläche gebracht - ideal um eine benachbarte Schule und auch die Feuerwache mit Wärme zu versorgen.

Durch den Einsatz von Großwärmepumpen ist auch eine Kühlung von Gebäuden möglich. Wichtig dabei - die Nießnutzer dieser Energieform müssen in der Nachbarschaft sitzen. Mit längeren Transportstrecken funktioniert das nicht. "Bei der Feuerwache läuft das gut", sagt Stefan Roßbach.

Grubenwasser muss kontrolliert werden

Das Grubenwasser von Robert Müser fließt keine drei Kilometer entfernt in die Harpener Teiche. Das mineralreiche Wasser hat eine auffällig türkisfarbene Färbung - die Harpener Teiche werden deshalb im Volksmund auch "Blaue Lagune" genannt. Die Idylle darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Grubenwasser an bestimmten Standorten auch Salze oder gefährliche Schadstoffe wie PCB mit an die Oberfläche spült.

Darüber wird seit Jahren zwischen der RAG und Kritikern heftig diskutiert. Die RAG spricht von sehr geringer Belastung und bezieht sich dabei auf Gutachten und Untersuchungen. Zurzeit wird am Standort Haus Aden zwischen Lünen und Bergkamen eine große Aufbereitungsanlage gebaut, um künftig zum Beispiel Eisen aus dem Grubenwasser zu entfernen.

Den Nilgänsen an den Harpener Teichen ist das in diesen Tagen ziemlich egal. Sie genießen die Vorteile des Grubenwassers an dieser Stelle - warme Füße!

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 21.07.2026, 19 Uhr 30