FC St. Pauli
St. Pauli-Kommentar: Vasilj und Sinani sind eine Warnung für Wechselwillige
Danel Sinani beglückwünscht Nikola Vasilj zu einem gehaltenen Elfer.
imago/Claus Bergmann
Nikola Vasilj geht nach Saudi-Arabien, Danel Sinani nach Genua und Karol Mets sucht weiter. Die Abgänge finden gar nicht so leicht einen neuen Klub wie gedacht. Ein Kommentar.
Sie hätten es einfacher haben können, haben sich aber für einen anderen Weg entschieden. Einen, der hinausführt aus Hamburg, aus dem Millerntor, weg vom FC St. Pauli. Das ist keinesfalls vorwurfsvoll gemeint, ganz und gar nicht. Nikola Vasilj, Karol Mets und Danel Sinani haben ihr Herz gelassen auf den Plätzen, im Verein, und für sich festgestellt, dass jetzt etwas Neues kommen muss. Doch die Suche gestaltete sich offensichtlich eine Idee komplizierter, als man es hätte erwarten können.
Vasiljs Laufbahn kam erst vergleichsweise spät so richtig ins Rollen, nämlich vor fünf Jahren mit seinem Wechsel zum FC St. Pauli. Heißt: Bis zu seinem 25. Lebensjahr war er beim 1. FC Nürnberg II oder in Lugansk (Ukraine) weit weg selbst von den mittleren Fleischtöpfen, richtig gut verdient hat er erst in den letzten beiden Bundesliga-Jahren. In denen stieg er auch zum Stammkeeper der Nationalelf Bosnien-Herzegowinas auf. Die neue Station wäre also im Idealfall sportlich herausfordernd und monetär attraktiv gewesen, final ist es lediglich die zweite Hälfte geworden. Gerade vor wenigen Tagen Papa geworden, wird er sich mit seiner Frau intensiv besprochen haben, ehe er bei Al Diriyah FC in Saudi-Arabien unterschrieb.
Sinani will bei Sampdoria Genua sein Glück finden
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Ihm bleibt genauso nur das Beste zu wünschen wie Danel Sinani. Dessen neuer Verein hat einen großen Namen, allerdings ist Sampdoria Genua mittlerweile nur noch italienischer Zweitligist und deshalb kaum als Schritt nach vorn in der Karriere wahrzunehmen. Noch keinen neuen Arbeitgeber hat Karol Mets vorzuweisen.
Das alles werden auch Wegbegleiter wie Eric Smith oder Connor Metcalfe mitgeschnitten haben. Das Duo liebäugelt mehr oder weniger intensiv ebenfalls mit einem St. Pauli-Abgang, gleiches sagt man Joel Chima Fujita nach. Ob einer von ihnen mit Nikola Vasilj oder Danel Sinani tauschen möchte, darf zumindest bezweifelt werden.
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Wenn es gar nicht anders geht, werden sie wohl oder übel auf dem Kiez verweilen müssen. Aber wenn sie ehrlich zu sich sind, werden sie feststellen: Es gibt wahrhaftig Schlimmeres.
Sie hätten es einfacher haben können, haben sich aber für einen anderen Weg entschieden. Einen, der hinausführt aus Hamburg, aus dem Millerntor, weg vom FC St. Pauli. Das ist keinesfalls vorwurfsvoll gemeint, ganz und gar nicht. Nikola Vasilj, Karol Mets und Danel Sinani haben ihr Herz gelassen auf den Plätzen, im Verein, und für sich festgestellt, dass jetzt etwas Neues kommen muss. Doch die Suche gestaltete sich offensichtlich eine Idee komplizierter, als man es hätte erwarten können.