„Mögen Wahnsinn, Liebe und pure Glückseligkeit regieren!“, hat einst der fiktive Gründervater Bill Parooka als Gesetz für Parookaville erlassen. Jetzt ist eine neue Verordnung hinzugekommen. „Die Hände nach oben – ich erlasse ein neues Gesetz in Parookaville“, animierte Axwell die Masse vor der Mainstage.
Das „Swedish House Mafia“-Mitglied gehörte am ersten offiziellen Festival-Tag zu den Headlinern in Weeze. Und der Schwede hatte das Publikum von Anfang an voll im Griff – auch weil er immer wieder seine Deutschkenntnisse aus seiner Schulzeit einbrachte. „Ich liebe Euch“, rief er mehrfach ins Publikum und servierte mehreren zehntausend Musik-Fans den typisch euphorischen Sound der „Swedish House Mafia“.
Imposante Mainstage und spektakuläre 360-Grad-Bühne
Unter lautem Jubel hatte Stunden zuvor der Stadt-Sturm von Parookaville begonnen: Die Pforten zum Party-Paradies öffneten sich, und bis Sonntagabend tanzen täglich 75.000 Gäste auf dem riesigen Gelände neben dem Airport Weeze. Neben der imposanten „Aquarius“-Mainstage sind die Gäste besonders von der spektakulären 360-Grad-Bühne beeindruckt, die erstmals in der Wüstenlandschaft aufgestellt wurde. Im Show-Konzept sind zudem eine Kirche, ein Rathaus, ein Gefängnis, ein Postamt, ein Swimming-Pool und ein Theater integriert.

Jede Menge Show-Acts sind bei Parookaville 2026 unterwegs.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich
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Zum Line up gehörte neben Axwell auch Trance-Ikone Armin van Buuren, der den Schweden auf der Mainstage ablöste. Der Niederländer gehört seit Jahren zu den größten Lieblingen der Parookaville-Fans und begeisterte am Freitag mit vielen neuen Songs. Unter anderem spielte van Buuren seine moderne Version des „Depeche Mode“-Klassikers „Enjoy The Silence“. Zudem holte der Niederländer die Künstler Glockenbach und Alle Farben mit auf die Bühne, als er gemeinsam produzierte Lieder spielte. Höhepunkt war allerdings bei zwei Songs der Auftritt der Sängerin Sasha, die eine der weltweit besten Festival-Live-Stimmen besitzt.
Topic: „Parookaville hat für mich einen sehr hohen Stellenwert“
Den Schlusspunkt setzte am Freitag auf der Mainstage Charlotte de Witte. Die Belgierin stand ganz oben auf der Wunschliste der Parookaville-Fans und dürfte alle Techno-Liebhaber mit ihrem ursprünglichen und mit Acid-Elementen versehenen Sound nicht enttäuscht haben.
Ein Blickfang ist bei Parookaville 2026 die neu entworfene „Aquarius“-Mainstage mit einem U-Boot an zentraler Stelle und zahlreichen Wasserfällen sowie Feuer-Effekten. Besonders beeindruckt sind viele Gäste von der spektakulären 360-Grad-Bühne, die erstmals in der Wüstenlandschaft aufgestellt wurde. „Die sieht super krass aus und ich freu’ mich schon“, erzählte DJ Lovra im Gespräch mit der Redaktion. Lovra wird das Closing am Samstag auf der Bühne in der Desert Valley spielen.
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Großen Zulauf hatte am Freitag die 1Live, die auf deutsche Stars wie Felix Jaehn, Gestört aber GeiL und Moguai gesetzt hat. Alle Farben hatte für sein Intro einen großen Chor und eine Geigerin mitgebracht. „Parookaville hat für mich einen sehr hohen Stellenwert, denn es war 2016 das erste große Festival, das mich überhaupt gebucht hat“, war auch Topic voller Vorfreude auf seinen Auftritt.

Die Bühne Bill‘s Factory hatte am ersten Tag von Parookaville 2026 viel Zulauf.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich
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NRW-Ministerpräsident Wüst ist Bürger von Parookaville
Einen außergewöhnlichen Gast hatte Parookaville-CEO Bernd Dicks bereits am Nachmittag begrüßt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte sich angekündigt und bekam nicht nur eine Führung über das Gelände. Er wurde auch direkt eingebürgert und mit einem Parookaville-Pass ausgestattet. Die Offenheit und Freundlichkeit der Bürgerinnen und Bürger bekam Wüst direkt zu spüren, da er von zahlreichen Gästen angesprochen und teils um ein Foto gebeten wurde – wobei sein Begleiter Dicks als Mitgründer der Party-Stadt mindestens ebenso oft um ein Selfie gebeten wurde.

Hendrik Wüst steht beim Rundgang mit Besuchern und Parookaville-CEO Bernd Dicks (re.) vor der Statue des fiktiven Parookaville-Gründers Bill Parooka.© dpa | Christoph Reichwein
Für Wüst war es übrigens gar nicht der erste Besuch in Parookaville: „Ich habe hier meinen 44. Geburtstag gefeiert und ich habe es sehr genossen“, sagte Wüst, der voll des Lobes für das Festival und die Atmosphäre war. „Über 200.000 Menschen und keinen Ärger – wenn jemand angerempelt wird, wird sich sofort entschuldigt. Wo hat man das sonst...“, sagte Wüste während des Rundgangs.
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Am Festival-Samstag stehen weitere Auftritte von nationalen und internationalen DJ-Stars an: Timmy Trumpet, The Chainsmokers, Sonny Fodera, VIMA und W&W gehören zum Line up. Für etwas musikalische Ablenkung sorgen derweil die Kölner Gruppe Kasalla.