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Neue Aussichtsplattform: Neue Attraktion im Hunsrück: Tolle Aussicht und ein Blick in die Erdgeschichte

Neue Aussichtsplattform Neue Attraktion im Hunsrück: Tolle Aussicht und ein Blick in die Erdgeschichte

Berglicht · In Berglicht entsteht auf der Säule eines Windrades eine Aussichtsplattform. Doch das ist nicht das Einzige, was bis Ende des Jahres fertig werden soll.

23.07.2026 , 06:51 Uhr

Foto: Christoph Strouvelle

Das Projekt Berglicht-Blick in dem gleichnamigen Dorf der Verbandsgemeinde Thalfang hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Auf einer Höhe von 27 Metern ist vor wenigen Tagen eine runde Aussichtsplattform von zehn Metern Durchmesser auf die Säule eines ehemaligen Windrades gesetzt worden.

Noch können Besucher nicht innerhalb des Turmes über eine Treppe zur Plattform hochsteigen. Die Bauarbeiten im und rund um das ehemalige Windrad müssen erst einmal abgeschlossen werden. Doch bereits jetzt ist zu erahnen, welchen grandiosen Blick man künftig von dort oben über Berglicht und die umliegenden Hügel haben wird.

Bullaugen im Aussichtsturm Berglicht-Blick bieten Ausblicke in alle Richtungen

Im Rahmen des Repowering, bei dem neun kleine Windräder durch drei größere ersetzt wurden, hatte man die Vision entwickelt, ein Leuchtturmprojekt für die Region zu schaffen, sagt Reusch. Daraus entstanden ist der Aussichtsturm Berglicht-Blick.

Bereits im Aufgang zur Plattform erfahren Besucher auf mehreren Ebenen durch Infotafeln Wissenswertes über regenerative Energien. „Die Erzeugung regenerativer Energien soll den Menschen nahegebracht werden“, sagt der Ortsbürgermeister. Bullaugen im Turm bieten bereits hier schon Ausblicke in alle Richtungen.

Besucher 400 Millionen Jahre Erdgeschichte erleben

Beim Aussichtsturm alleine bleibt es aber nicht. Denn er wird um ein sogenanntes Geomorphoskop und ein Amphitheater ergänzt und wird damit zu einer Stätte, an der Besucher 400 Millionen Jahre Erdgeschichte erleben können.
Doch der Reihe nach: Was ist ein Geomorphoskop? Hier in Berglicht ist es eine acht Meter lange geneigte Röhre, die aus dem Turmsegment eines Windrades besteht und die die Besucher in die Tiefen der Erdgeschichte führen soll. „Auf Infotafeln erfahren die Besucher, wie sich die Erdgeschichte entwickelt hat. Früher war hier alles Meer“, erklärt Reusch. Früher heißt: zur Zeit des Devonmeers, also vor rund 400 Millionen Jahren.

Die Besucher Folgen dann weiter den Etappen der Erdgeschichte, vom steigenden Meeresspiegel bis zur Entstehung der Gebirge. Die Röhre ist barrierefrei. Zudem werden Flügel von Windrädern neben den Aussichtsturm postiert. Sie sollen als Sitzgelegenheiten dienen.

Nur wenige Meter von der Aussichtsplattform und dem Geomorphoskop wurde bei einem anderen abgebauten Windrad zwar das Fundament entfernt, dieses entstandene Loch aber erhalten, damit die Besucher in einem sogenannten grünen Klassenzimmer sehen können, wie groß das Fundament war. Am Rand werden Steine angebracht, worauf beispielsweise Schulklassen sitzen können.

Berglicht-Blick soll umweltpädagogisches Ausflugsziel und touristisches Highlight werden

Die Initiatoren sprechen von einem „umweltpädagogischem Ausflugsziel und einem touristischen Highlight.“ Der Reiz, einen solch hohen Turm zu besteigen, ergänze die hautnahe Erfahrung der Windkrafttechnik, heißt es in der Projektbeschreibung. „Sinnlich und interaktiv bieten auch die anderen Elemente Erlebnisse und Erkenntnisse für alle. Das Angebot ist kostenfrei, immer zugänglich, weitmöglichst barrierefrei und richtet sich an Touristen, Familien, Wanderer, Schüler und Kindergartenkinder“, heißt es weiter.

Bis Ende des Jahres soll das Projekt fertig sein, sagt Reusch. „Der Berglicht-Blick liegt direkt an der Traumschliefe Wind-Wasser-Wacken. Auch der Windweg, der derzeit überabeitet wird, wird in Wert gesetzt.“

Und wie wird das alles finanziert? Die Ortsgemeinde Berglicht kostet die 694.000 teure Investition nichts. Denn 250.000 Euro kommen von der LAG Erbeskopf, 444.000 Euro von der Landesreserve, da es sich um ein Leuchtturmprojekt handelt, sagt Reusch.