Kurz vor US-Wahlen
Trump-Regierung baut den Draht nach Moskau wohl weiter aus
21.07.2026 - 17:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Trump-Regierung baut ihre Kontakte zum Kreml weiter aus. Nun steht ein Besuch des FBI-Direktors in Russland im Raum.
FBI-Direktor Kash Patel hat offenbar eine Reise nach Moskau und St. Petersburg angesetzt. Der Besuch solle voraussichtlich Mitte Oktober stattfinden, berichtete das US-Magazin "Politico" unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine mit den Reiseplanungen vertraute Person. Es wäre die erste Russland-Reise eines amtierenden FBI-Direktors seit 2013.
Die genaue Agenda ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben des US-Regierungsvertreters dürfte der russische Inlandsgeheimdienst FSB als Gastgeber auftreten. Offen ist auch, ob Patel den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder hochrangige Vertreter des Kremls treffen wird.
Kremlsprecher Dmitri Peskow wollte die Reise am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. "Solche Besuche finden normalerweise hinter verschlossenen Türen statt", sagte Peskow vor Journalisten.
Trumps Kreml-Kontakte häufen sich
Der Besuch würde sich in eine Reihe hochrangiger Kontakte zwischen der Trump-Regierung und dem Kreml einfügen. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, waren im Zuge der Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs bereits mehrfach nach Russland gereist.
Patel steht seit Februar 2025 an der Spitze des FBI. Zuletzt war die Behörde intensiv mit der Sicherung der Fußball-Weltmeisterschaft beschäftigt. Patel hatte die Sicherheitsmaßnahmen für das Turnier als "größte Herausforderung in der Geschichte der Behörde" bezeichnet.
Patel war zuletzt auch wegen seiner Reisen und der Nutzung von Regierungsflugzeugen in die Kritik geraten. Das FBI wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Patel sei gesetzlich zur Nutzung der Maschinen verpflichtet. Die Kosten privater Reisen erstatte er zudem selbst.