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Lebensgefahr an der Isar: Schlauchboote geraten in Wasserwalze am Wehr

Stand: 26.07.2026, 12:22 Uhr

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Unfall

Lebensgefahr an der Isar in München: Schlauchboote geraten in Wasserwalze am Wehr. © Thomas Gaulke

An der Isar bei Großhesselohe gerieten an einem Samstag gleich zwei Gruppen mit Schlauchbooten in Notlagen – weil beide Verbotsschilder ignorierten.

Pullach i. Isartal – An der Isar bei Großhesselohe sind am Samstag, 25. Juli, gleich zwei Mal Schlauchboote in Notlagen geraten. Wie die Polizei mitteilt, missachteten die Beteiligten jeweils Verbotsschilder und fuhren an einem Wehr vorbei, anstatt auf den Isar-Werkkanal zu wechseln. Beim ersten Vorfall gegen 16.55 Uhr kenterte ein Boot mit zwei Personen, die in die Wasserwalze des Isarwehrs stürzten.

Schlauchboot kippt in die Wasserwalze – zwei Personen am Wehr in Lebensgefahr

Die Gruppe bestand aus insgesamt sieben Personen, die gemeinsam mit mehreren Schlauchbooten die Isar flussabwärts befuhren. Im ersten Boot saßen eine 29-jährige Frau mit Wohnsitz in Köln und ein 33-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, die es nicht rechtzeitig schafften, den Bereich vor dem Wehr zu verlassen, woraufhin ihr Boot kenterte und sie in die Wasserwalze stürzten. Die beiden wurden anschließend von den anderen fünf Mitfahrenden aus dem Wasser gerettet. Alle sieben Personen konnten das Wasser selbstständig oder mit gegenseitiger Hilfe verlassen und blieben augenscheinlich unverletzt.

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Zweiter Notfall am selben Abend – Mann am Wehr eingeklemmt

Knapp fünf Stunden nach dem ersten Vorfall, gegen 22.07 Uhr, geriet eine weitere Gruppe mit einem Schlauchboot am selben Wehr in eine Notlage. Drei Männer – ein 22-Jähriger, ein 26-Jähriger und ein 40-Jähriger – hatten ebenfalls die Verbotsschilder missachtet und fuhren verbotswidrig weiter auf der Isar, statt auf den Werkkanal zu wechseln. Die Strömung erfasste ihr Boot und trieb es in Richtung des Wehrs, woraufhin die Insassen in die Wasserwalze gerieten.

Feuerwehr rettet festsitzenden Mann – Einsatzkräfte aus mehreren Organisationen vor Ort

Zwei der drei Männer retteten sich noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbstständig ans Ufer und blieben unverletzt. Der 22-Jährige hing mit dem Boot in der Wasserwalze fest und musste von der Feuerwehr mit einem Rettungsring gesichert werden, bevor er unverletzt an Land gebracht werden konnte. Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst und Polizei waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Polizei warnt vor Lebensgefahr an Wehranlagen – Ermittlungen laufen

Die Polizei weist darauf hin, dass im Bereich von Wehranlagen akute Lebensgefahr besteht und die Beschilderung sowie die Sicherheitsvorgaben beim Befahren der Isar zwingend einzuhalten sind. Für das Befahren der Isar im Landkreis München gelten besondere Regeln: Erlaubt sind nur Kanus, Schlauchboote und Stand-up-Paddling-Boards. Es gelten unter anderem eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille, ein Verbot von Glasflaschen und das Gebot, dass Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr sowie Nichtschwimmer eine Rettungsweste mit CE-Kennzeichnung tragen müssen.

Polizei prüft mögliche Verstöße nach Bayerischem Wassergesetz

Die Polizeiinspektion 32 in Grünwald ermittelt in beiden Fällen wegen möglicher Verstöße nach dem Bayerischen Wassergesetz. (Quelle: Polizeipräsidium München)