© HR/Ben Knabe
Der Hessische Rundfunk (HR) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 52 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis fiel deutlich besser aus als geplant. Dennoch sieht sich der öffentlich-rechtliche Sender weiterhin finanziell unter Druck. Der Grund liegt vor allem in bilanziellen Effekten, die den tatsächlichen Handlungsspielraum nicht erhöhen. Alles zum HR Jahresabschluss.
Jahresabschluss deutlich besser als geplant
Der Hessische Rundfunk hat im Geschäftsjahr 2025 einen Überschuss von 52,0 Millionen Euro erzielt. Das geht aus dem vom Rundfunkrat genehmigten Jahresabschluss hervor. Ursprünglich war lediglich ein Plus von 20,4 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt erzielte der HR 597,2 Millionen Euro Erträge, während die Aufwendungen 545,1 Millionen Euro betrugen. Die Einnahmen lagen damit rund zwei Millionen Euro über Plan, gleichzeitig fielen die Ausgaben um 29,8 Millionen Euro niedriger aus als kalkuliert. Der Rundfunkrat genehmigte Ende Juni den Jahresabschluss und entlastete Intendant Florian Hager sowie den Verwaltungsrat.
Kein zusätzlicher finanzieller Spielraum
Trotz des positiven Ergebnisses spricht der HR weiterhin von einer angespannten Finanzlage. Nach Angaben des Rundfunkrats ist das handelsrechtliche Ergebnis wesentlich durch nicht liquiditätswirksame Effekte geprägt. Dazu zählen insbesondere Erträge aus den im Rundfunkbeitrag enthaltenen Mitteln zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen sowie positive Zinseffekte bei deren Bewertung. Der rechnerische Überschuss erhöhe deshalb den tatsächlichen finanziellen Handlungsspielraum des Senders nicht. Intendant Florian Hager bezeichnete den HR dennoch als unterfinanziert.
Rundfunkbeitrag bleibt wichtigste Einnahmequelle
Die wichtigste Einnahmequelle blieb laut HR Jahresabschluss auch 2025 der Rundfunkbeitrag. Er brachte dem HR 453,3 Millionen Euro ein. Hinzu kamen Umsatzerlöse von 80,8 Millionen Euro, sonstige betriebliche Erträge von 18,8 Millionen Euro sowie Finanzerträge in Höhe von 16,1 Millionen Euro. Weitere 10,3 Millionen Euro entfielen auf Erlöse aus Koproduktionen und Programmverwertungen. Auch die Tochtergesellschaft HR Werbung trug zum Ergebnis bei. Sie erzielte einen Umsatz von 31,1 Millionen Euro, davon 30 Millionen Euro im Werbe- und Sponsoringgeschäft. Aus dem Gewinn der Gesellschaft erhielt der HR 4,8 Millionen Euro. Hinzu kamen 6,5 Millionen Euro aus Kostenerstattungen für das ARD-Werberahmenprogramm und weitere Sparten.
Leicht rückläufige Beschäftigtenzahl
Der größte Ausgabenblock entfiel auf bezogene Leistungen und Materialaufwand mit 211,3 Millionen Euro. Der Personalaufwand einschließlich Altersversorgung belief sich auf 188,7 Millionen Euro, wobei der Hessische Rundfunk 1.720 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt beschäftigte. Das waren 29 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Die Vergütung von Intendant Florian Hager blieb mit 255.000 Euro unverändert. Hinzu kamen eine Aufwandsentschädigung von 3.000 Euro sowie ausgewiesene Sachbezüge. Auch die Bezüge der Direktorinnen Julia Krittian und Stephanie Weber wurden im Jahresabschluss offengelegt.
Wichtige Zahlen aus dem Jahresabschluss 2025
- Jahresüberschuss: 52,0 Mio. Euro
- Geplanter Überschuss: 20,4 Mio. Euro
- Gesamterträge: 597,2 Mio. Euro
- Gesamtaufwendungen: 545,1 Mio. Euro
- Erträge aus dem Rundfunkbeitrag: 453,3 Mio. Euro
- Umsatzerlöse: 80,8 Mio. Euro
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- df-hr-intendant-florian-hager-2: ARD-Foto