Ein Steam-Deck-Besitzer hatte genug von Verwandten, die ihm ständig den Akku leerten. Also griff er zu Blender, einem Raspberry Pi und einer eigenwilligen Lösung. Was am Ende dabei herauskam, fand auf Reddit Zuspruch.
Geteilte Technik im Haushalt sorgt oftmals für wiederkehrende Phänomene: Ladegeräte und die dazugehörigen Kabel sind immer dort, wo man als Letztes sucht. Und die Akkus gemeinsam genutzter Geräte kennen im Bedarfsfall nur einen Zustand: leer. Ein Reddit-User namens ConroyyJenkinss wollte sich das zweite Phänomen nicht länger gefallen lassen und rüstete sein Steam Deck auf.
Vorgestellt wurde das Ergebnis unter dem Titel „Ich habe ein Sicherheitssystem für mein Steam Deck gebaut“. Dass zu diesem Sicherheitssystem gar ein offensichtlich simulierter Elektroschocker gehört, erfährt der Leser in der genaueren Beschreibung.
Stachelgehäuse, Kamera und Lautsprecher
Der Aufbau des Abwehrsystems gegen akkusaugende Familienmitglieder besteht aus mehreren Komponenten, die der Bastler nach und nach zusammensetzte. Los ging es mit einem selbst entworfenen Gehäuse, das den Handheld möglichst unbequem machen sollte. Danach folgte die eigentliche Technik.
Zu den Komponenten gehören letztlich:
- Ein in Blender modelliertes, stacheliges Gehäuse, per 3D-Druck gefertigt
- Ein Raspberry Pi mit kleinem Lautsprecher und Objekterkennungskamera
- Ein Servomotor, der den oben montierten Taser auslöst
Der Ablauf ist simpel: Sobald die Kamera eine Person erkennt, startet ein Python-Skript einen schrillen Audioclip. Bleibt die Person zu lange im Bild, setzt der Servomotor den „Elektroschocker“ in Gang.
„Das ist mit Abstand das Dümmste, was ich je gebaut habe, aber es funktioniert, und niemand rührt mehr mein Steam Deck an“, so der Bastler. Vor jedem Spielen müsse er nun erst den Schocker entschärfen und das Stachelgehäuse abnehmen. Das sei zwar umständlich, aber die Mühe wert.
Das Ergebnis des Basteleinsatzes: Ein Steam Deck mit Abwehrsystem.
Verstecken war keine Option
In den Kommentaren gab es reichlich Zuspruch. „Das ist vollkommen verrückt und ich liebe es!“, schrieb ein Nutzer. Der Bastler selbst zog darunter noch einmal ein Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, meine Familie hingegen nicht.“ Auf die Nachfrage, ob er den Handheld nicht einfach hätte verstecken können, winkte er ab. Das sei zu riskant, seine Familie sei einfach zu gut im Versteckspiel.
Der eigentliche Auslöser für die Aktion war das anfangs erwähnte Alltagsproblem. Nach eigener Aussage hatte er es satt, dass seine Familie den Akku ständig leerte und das Gerät nicht wieder auflud. Das Stachelgehäuse und der Schocker sollen dafür sorgen, dass niemand mehr ungefragt zugreift.
Ob dieses System im Alltag tatsächlich zum Einsatz kommt, ist fraglich. Allerdings klingt es nach einem kurzweiligen Spaßprojekt. Auf Reddit gibt es eine kurze Gif-Animation.
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Der beschriebene Schutzmechanismus passt auch zur Preissituation auf dem Hardware-Markt. In diesem Jahr wurde auch Steam Deck nach einem schwierigen Restock teurer, was einen Ersatz kostspieliger macht. Die Steam Machine startete gar mit einem Preis von mehr als 1.000 Euro.

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