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Berner Spitäler überlastet: Bevölkerung soll Notfallstationen meiden

Publiziert12. Juli 2026, 20:42

Kanton Bern«Geht mit Hitzeschlag nicht in den Notfall»: Spitäler am Anschlag

Der Kanton Bern appelliert an die Bevölkerung, bei Hitzeschlag nicht den Notfall aufzusuchen. Nachbarschaftshilfe, der Gang zur Apotheke und die Notfallfinder-App sind die empfohlenen Alternativen.

Céline Trachsel

Darum gehts

Der Kanton Bern hat am Mittwoch vor einer neuen Hitzewelle gewarnt und dabei die Bevölkerung gebeten, Spitäler und Notfallstationen nach Möglichkeit zu entlasten. Der Kanton Bern bittet die Bevölkerung konkret darum, mit Hitzeschlag nicht in den Notfall zu gehen.

Hintergrund des Appells an die Bevölkerung: Bei Überhitzung gingen viele Bernerinnen und Berner «fast schon automatisch» auf die Notfallstation, berichtet die «Berner Zeitung» – oft unnötig, findet der Kanton Bern. Das führt zu Belastungsspitzen bei den Berner Spitälern.

«Bagatellfälle werden oft falsch eingeschätzt»

Die Kapazitäten in den Spitälern seien bereits stark beansprucht, während gleichzeitig Ferienzeit ist und die personelle Aufstellung dünner sei als sonst, schreibt die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) in einer Mitteilung.

Gundekar Giebel, Sprecher der GSI, sagt zur «Berner Zeitung», dass «Bagatellfälle oft falsch eingeschätzt» würden. Bei Überhitzung werde oft die Notfallstation aufgesucht, anstatt kurz abzuwarten und dann in eine Apotheke zu gehen.

Nachbarschaftshilfe und Gang zur Apotheke

Die Berner Gesundheitsdirektion rät, dass sich Nachbarinnen und Nachbarn gegenseitig unterstützen sollen. Zudem rät sie, die Notfallfinder-App zu benutzen.

Die App kann bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden Auskunft geben, an wen man sich wenden kann: Eine Apotheke, der Hausarzt oder eine andere Anlaufstelle. Die App gibt zudem in Echtzeit Auskunft über die Auslastung von Notfallstationen.

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Céline Trachsel

Céline Trachsel (ct), arbeitet seit 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Zürich.

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