Stand: 17.07.2026, 06:31 Uhr
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Teures Pflaster: Für Flughafenparkplätze muss man vor allem in der Hochsaison tief in die Tasche greifen - ein paar Spartipps gibt es dennoch. © Federico Gambarini/dpa/dpa-tmnGerade mit Kindern und viel Gepäck ist die Anreise zum Flughafen per Auto oft die bequemste Lösung. Damit sie nicht unnötig teuer wird, sollte man sich frühzeitig ums Parken kümmern. So geht's.
Berlin - Mit dem Auto zum Urlaubsflieger: Wer deshalb für die Dauer der Ferien am Flughafen parken muss, sollte in der Hochsaison nichts dem Zufall überlassen. Denn Flughafenparken ist eine Kunst für sich.
Gerade in den Sommerferien und rund um Feiertage seien günstige Langzeitparkplätze an Flughäfen oft Wochen im Voraus vergeben, berichtet die Stiftung Warentest. Darum der Rat: Möglichst früh buchen.
Wer zu spät kommt, zahlt drauf
Denn wer zu spät kommt, zahlt drauf: 20 bis 30 Prozent mehr als Frühbucher sind keine Seltenheit, mitunter verdoppeln sich die Preise sogar oder es gibt schlicht keinen freien Platz mehr.
Portale und Apps wie „Parkos.de“, „Parken & Fliegen“ oder „Bigparking.de“ helfen beim Vergleichen und rechtzeitigen Reservieren. Faustregel: Wer bis vier Wochen vor Abreise bucht, hat die größte Auswahl und profitiert häufig von Frühbucherrabatten.
Ausweichen? - Überhaupt keine gute Idee
Alle, die zum Parken insgeheim mit dem Ausweichen auf öffentliche Straßen oder unbewachte Flächen rund um den Flughafen liebäugeln, raten die Warentester vehement ab. Dort drohten Bußgelder, Vandalismusschäden oder sogar ein abgeschlepptes Fahrzeug.
Also heißt es, einen der vier an Flughäfen gängigen Parkplatztypen auswählen:
1. Offizielle Parkhäuser auf dem Flughafengelände
Sie bieten kurze Wege zum Terminal und Rund-um-die-Uhr-Bewachung, sind aber am teuersten. Etwa 70 bis 140 Euro pro Woche sind üblich. Informationen zu den Parkhäusern gibt es direkt auf den Websites der jeweiligen Flughäfen.
2. Außenparkplätze des Flughafens mit Shuttle-Service
Sie liegen einige Kilometer entfernt, sind aber per Shuttle-Bus angebunden und teils kameraüberwacht. Sie haben oft das beste Preis-Komfort-Verhältnis, kosten rund 35 bis 70 Euro pro Woche.
3. Valet-Parking
Das Fahrzeug wird direkt am Terminal inklusive Schlüssel übergeben, für die Reisedauer geparkt und bei der Rückkehr vorgefahren. Besonders praktisch für Reisende mit viel Gepäck oder wenig Zeit. Die Preise sind dem Service entsprechend hoch, nämlich etwa 90 bis 160 Euro pro Woche.
4. Kleine, oft familiengeführte Anbieter
Sie haben ein eigenes Parkgelände, ebenfalls einen Shuttle-Service bieten häufig die günstigsten Preise: rund 30 bis 65 Euro pro Woche. Qualitäts- und Sicherheitsstandards können jedoch stark variieren.
Diese Tipps helfen Reisenden, das Flughafenparken perfekt vorzubereiten: dpa
- Die eigenen Anforderungen im Voraus klären, etwa: Muss es überdacht sein, ist ein kurzer Fußweg wichtiger als der Preis - und darf der Schlüssel beim Anbieter bleiben oder nicht?
- Preise gründlich prüfen: Sind etwa Shuttle, Einfahrtgebühr oder Versicherung bereits enthalten oder werden diese Posten separat berechnet?
- Kundenmeinungen lesen: Bewertungen außerhalb der Anbieterwebseite geben einen ersten Eindruck von Sicherheit, Sauberkeit und Zuverlässigkeit der Parkplatzbetreiber.
- Stornierungsbedingungen studieren: Flexible Tarife mit kostenlosem Storno sind manchmal etwas teurer, schützen aber vor Verlusten bei kurzfristigen Planänderungen.
- Fahrzeugzustand dokumentieren: Mit Fotos von allen Seiten den Zustand des Wagens vor dem Abflug festhalten, Kilometerstand notieren, um sich für etwaige Streitigkeiten nach der Rückkehr zu rüsten. Beim Valet-Parking auf einem Übergabeprotokoll mit Zustandsbeschreibung und Kilometerstand bestehen.
- Kfz-Versicherung prüfen: Nicht jede Police deckt Schäden oder einen Diebstahl auf privaten Parkplätzen vollständig ab. Dürfen Dritte das Fahrzeug fahren (wichtig beim Valet-Service)?
- Genügend Zeit für die Anfahrt zum Flughafen und gegebenenfalls für Shuttle-Wartezeiten einplanen. Besonders bei unbekannten Außenparkplätzen die Route am besten vorab prüfen.
- Alle Wertsachen aus dem Auto nehmen, ganz egal, wie gut der Parkplatz überwacht wird.