Stand: 16.07.2026, 18:06 Uhr
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Die Illustrationen der Gewinnerin Deborah Moldawski. © christoph boeckheler/Christoph BoeckhelerDeborah Moldawski überzeugt die Jury mit Bildern zu „Harold und Maude". Das Caricatura Museum zeigt ab heute alle 13 Gewinnerbücher aus 25 Jahren.
Kinderbücher mit bunten Bildern und schimmerndem Einband können sogar für Erwachsene spannender als der schwarz auf weiß gedruckte Roman sein.

Die Buchgestalterin der Büchergilde, Cosima Schneider (links), und die Kuratorin Irina Kosenko. © christoph boeckheler/Christoph BoeckhelerDie Büchergilde Gutenberg möchte Bücher verschönern und das Leseerlebnis besonders machen. Alle zwei Jahre verleiht sie einen Preis an junge Illustratorinnen und Illustratoren. Für jeden Wettbewerb, wählt die Büchergilde eine andere, auf Illustration spezialisierte Hochschule aus, deren Studierende teilnehmen dürfen.
Die Aufgabe besteht darin, Bilder für ein Buch zu erstellen. Die Bilder sollen die Geschichte ohne Worte verkörpern und ihre Bedeutung untermauern. Um teilzunehmen, müssen die Studierenden etwa 20 bis 25 Illustrationen einreichen, die zu der Geschichte passen. Nachdem sich eine Jury für das beste Konzept entschieden hat, gestaltet die Buchgestalterin Cosima Schneider das Buch. Danach wird es als Sonderauflage gedruckt.
Dieses Jahr gewinnt die Frankfurter Künstlerin Deborah Moldawski. Die Kunststudentin der Hochschule für Gestaltung in Offenbach überzeugt mit ihren Pop-Art-Illustrationen zu Collin Higgins‘ „Harold und Maude“, so die Jury. Eine der Seiten zeigt, wie eine lila Figur mit großen Augen in den Lauf einer Pistole blickt. Eine andere ist ganz in Blau getränkt, die Seitenzahlen, sind mal am oberen Rand, mal in der Ecke oder an der Seite des Blattes.
Das Caricatura Museum stellt zum 25. Jubiläum des Gestalterpreises die Werke aller Gewinnerinnen und Gewinner aus. In Salon Nummer sechs des Museums am Weckmarkt 17 können Besucher und Besucherinnen in 13 verschiedenen Büchern blättern.
Konzipiert wurde die Präsentation von der Kuratorin Irina Kosenko. Interessierte können die Ausstellung unter dem Motto „Wir besitzen nichts“, ein Zitat aus dem Buch „Harold und Maude“, vom heutigen Freitag, 17. Juli, bis zum 18. Oktober besuchen. „In Zeiten von KI-Zeichnungen ist es wichtig, mit jungen Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt zu stehen“, sagt der Museumsleiter Martin Sonntag.
Neben den Illustrationen aller Gewinner und der Teilnehmenden des Jahres 2026, stellt das Caricatura Museum Stücke der Komischen Kunst aus. Darunter Originale, die sich einst im Besitz des Cartoonisten Loriot befanden, sowie Werke von Zeichner:innen der deutschen Satire- und Karikaturgeschichte.