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ENO warnt vor irreführenden Briefen – Anbieter drängen zum Zählerwechsel

Stand: 22.07.2026, 06:00 Uhr

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Ein Blick ins Testlabor der ENO für Smart-Meter.

Ein Blick ins Testlabor der ENO für Smart-Meter. © ENO

Externe Messstellenbetreiber verschicken Schreiben an Offenbacher Haushalte. Die Briefe erwecken den Eindruck, ein schneller Einbau intelligenter Messsysteme sei verpflichtend.

Offenbach – Die Energienetze Offenbach GmbH (ENO) warnt vor Schreiben externer Anbieter, die Haushalte zum kurzfristigen Einbau sogenannter intelligenter Messsysteme drängen. Wie das Unternehmen mitteilt, erwecken die Briefe teilweise den Eindruck, ein schneller Einbau sei verpflichtend oder führe automatisch zu finanziellen Vorteilen – beides treffe nicht zu.

Für Kunden bestehe jedoch keine Pflicht, aufgrund solcher Schreiben einen Vertrag abzuschließen oder einen Einbau vornehmen zu lassen, stellt der Offenbacher Netzbetreiber klar. Der Einbau intelligenter Messsysteme erfolge gesetzlich geregelt und schrittweise durch den Messstellenbetreiber – in Offenbach und der Region sei dies die ENO.

Anbieter drängen Offenbacher mit Anschreiben zum Zählerwechsel

Harald Hofmann, Unternehmenssprecher der Energieversorgung Offenbach (EVO), sagt, die kursierenden Schreiben stammten nicht von der ENO, sondern von wettbewerblichen Messstellenbetreibern, die ihre Leistungen am freien Markt anbieten. „Die Darstellung in den Briefen ist jedoch bewusst missverständlich und führt hierdurch zu Verunsicherung bei vielen Kundinnen und Kunden.“

Kunden würden rechtzeitig informiert, wenn ein Austausch ihrer Messeinrichtung anstehe – ein eigenständiges Handeln sei nicht erforderlich. Bis spätestens 2032 sollen schrittweise alle analogen Stromzähler durch digitale Zähler ersetzt werden. Intelligente Messsysteme mit Kommunikationseinheit sind laut Unternehmen nur für bestimmte Fälle vorgesehen: etwa bei höherem Stromverbrauch oder beim Betrieb von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen – nicht jedoch standardmäßig für alle Haushalte.

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Die ENO weist zudem darauf hin, dass ein intelligentes Messsystem nicht automatisch zu Kosteneinsparungen führe. Angebote externer Anbieter seien häufig mit einem separaten Vertrag und laufenden Entgelten verbunden – ein vermeintlich kostenloser Einbau bedeute daher nicht zwangsläufig einen kostenfreien Betrieb des Systems.

Hofmann rät, entsprechende Schreiben sorgfältig zu prüfen, nichts unter Zeitdruck zu unterschreiben und sich im Zweifel unabhängig beraten zu lassen. Die ENO ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EVO und zuständig für Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Verteilernetze für Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser.