Bierbauch statt Action-Stunts: Im ersten Trailer zur bitterbösen Politsatire „Digger“ tauscht „Mission Impossible“-Star Tom Cruise das Motorrad gegen feine Cowboystiefel und mutiert zum manischen Ölbaron.
Tom Cruise ist vor allem als Actionheld in Filmen wie „Mission: Impossible“ oder „Top Gun“ bekannt und dafür berühmt, seine irren Stunts fast immer selbst zu drehen. Doch mit „Digger“ wagt der altgediente Hollywood-Star jetzt ein echtes filmisches Experiment.
Wie der erste offizielle und frisch veröffentlichte Trailer zum kommenden Film vom vierfachen Oscar-Preisträger Alejandro G. Iñárritu („The Revenant“, „Birdman“) zeigt, ist Cruise nämlich in einer Rolle zu sehen, in der er kaum wiederzuerkennen ist und für die er, wie er selbst scherzte, „40 Jahre brauchte“. Und auch „Digger“ selbst schlägt in eine herrlich absurde Kerbe ein.
Vom Umweltsünder zum Chaos-Messias
In „Digger“ schlüpft Tom Cruise in die Rolle von Digger Rockwell, einem exzentrischen, ziemlich direkt angebundenen Südstaaten-Ölbaron mit ordentlichem Bierbauch. Und der brockt der Erde versehentlich eine gigantische, weltweite Umweltkatastrophe ein, nachdem ein riesiger Eisberg droht, im Rekordtempo zu schmelzen.
Doch anstatt seinen Fehler einzuräumen, entwickelt der Tycoon einen manischen Retterkomplex. Dabei wird er ausgerechnet vom amtierenden US-Präsidenten – genial gespielt von John Goodman („The Big Lebowski“, „Kong: Skull Island“) als schräge Mischung aus Donald Trump und Joe Biden, der im Trailer im denkbar unpassendsten Moment einfach einschläft – offiziell damit beauftragt, die Welt vor seiner eigenen Katastrophe zu retten.
Eine 40-jährige Vorbereitung und geballte Oscar-Power
Für Regisseur Alejandro G. Iñárritu ist „Digger“ derweil eine langgehegte Herzensangelegenheit. Denn schon seit der Jahrtausendwende wollten er und Cruise zusammenarbeiten. So verriet er im Rahmen eines Warner-Events (via Variety), dass die Idee zum Film schon direkt nach „The Revenant“ (2015) in seinem Kopf herumschwirrte.
„Damals hatte ich eine Idee, kein Drehbuch, kein fertiges Filmprojekt, sondern einfach eine unerbittliche, immer wiederkehrende Obsession, die all diese wilden Jahre überdauert hat. Ich wusste genau, wer diese Figur war. Der Film brauchte Tom“, so der Regisseur.
Neben Cruises Hingabe zeigt sich Iñárritu aber vor allem von dessen optischer wie charakterlicher Metamorphose beeindruckt: „Die Verwandlung, die er durchgemacht hat, war atemberaubend.“ Cruise selbst stimmte ihm lachend zu und erklärte trocken: „Ich habe 40 Jahre gebraucht, um zu diesem Charakter zu werden.“
Neben Cruise und Goodman glänzt der Cast aber noch mit weiteren Hochkarätern wie der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller („Anatomie eines Falls“), Jesse Plemons („Breaking Bad“, „Civil War“) und Riz Ahmed („Sound of Metal“, „Rogue One: A Star Wars Story“).
Zudem wurde „Digger“ im legendären VistaVision-Format auf einer eigens modifizierten Kamera aus dem Jahr 1954 gedreht, während der dreifache Oscar-Gewinner Emmanuel Lubezki („Gravity“) dem Film seinen unverkennbaren, bildgewaltigen Look verleiht.
Bei uns in Deutschland wird „Digger“ am 1. Oktober 2026 in die Kinos kommen.

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