Bild: Dell
Microsoft reagiert auf die nach dem jüngsten Update aufgetretenen Leistungs- und Hitzeprobleme bei bestimmten Dell-Rechnern unter Windows 11. Das außerplanmäßige Windows-11-Update KB5121767 soll die schwerwiegenden Fehler beheben und die betroffenen Systeme wieder stabilisieren.
Außerplanmäßiger Patch soll Problem beheben
Nach den Juli-Patch-Tuesday-Updates hatten eine begrenzte Anzahl von Dell-PCs mit unerwarteten Abschaltungen, verändertem Energieverbrauch, Überhitzung und Leistungseinbußen zu kämpfen. Nachdem erste Berichte über die Probleme aufgetaucht waren, stoppte Microsoft deshalb die Verteilung des Sicherheitsupdates KB5101650 für die betroffenen Systeme vorübergehend. Als Ursache konnte schnell ein Konflikt zwischen dem Intel Innovation Platform Framework (Intel IPF)-Treiber und dem Windows-Update identifiziert werden. Der Fehler soll vor allem dann aufgetreten sein, wenn Anwender zuvor das optionale Vorschau-Update vom Juni installiert oder das Juli-Sicherheitsupdate manuell eingespielt hatten.
Mit einem sogenannten Out-of-Band-Update verteilt Microsoft nun außerhalb des regulären Patch-Zyklus das Update KB5121767 für die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2, für Windows 11 Enterprise LTSC 2024 steht hingegen der Hotpatch KB5121768 bereit. Gleichzeitig hebt das Unternehmen den zuvor eingerichteten Safeguard Hold auf den betroffenen Geräten wieder auf. Da es sich um ein kumulatives Update handelt, müssen keine vorherigen Aktualisierungen installiert sein. Neben der Fehlerbehebung enthält das Paket sämtliche bisherigen Sicherheits- und Qualitätsverbesserungen unter Windows 11.
Patch nur für betroffene Systeme gedacht
Laut Microsoft ist das Update ausschließlich für Geräte vorgesehen, die von dem Problem betroffen sind. Systeme, die nicht unter der Inkompatibilität leiden, benötigen daher keine zusätzliche Maßnahme. Eine Liste der betroffenen Modelle hat das Unternehmen bislang allerdings noch nicht veröffentlicht, Nutzer, bei denen sich das reguläre Juli-Patch-Tuesday-Update bereits problemlos installieren ließ, können laut Microsoft aber davon ausgehen, dass ihr System nicht von der Inkompatibilität betroffen ist. Wurde das Update hingegen blockiert, sollte der Patch installiert werden. Hinweise auf das Problem liefert neben den beschriebenen Symptomen unter Umständen auch ein gelbes Warnsymbol neben dem Treiber „Intel Innovation Platform Framework Processor Participant“ im Geräte-Manager.