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SEK im Einsatz: Geiselnahme in Berlin-Marienfelde beendet

Marienfelde – Ausnahmesituation in der Hauptstadt: Seit dem späten Freitagabend hielt ein Mann eine Frau in einem Supermarkt in Berlin in seiner Gewalt. Er war mit einem Messer bewaffnet. Samstagfrüh wurde die Geisel befreit, der Geiselnehmer überwältigt. Er wurde auf einer Trage aus dem Supermarkt gebracht.

Der Zugriff sei gegen 9.20 Uhr erfolgt, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Dabei sei ein Taser zum Einsatz gekommen. „Der Täter ist überwältigt und die Geisel befreit.“ Die Frau werde nun von der Feuerwehr betreut.

Auf einer Trage wird der Mann aus dem Geschäft gebracht
Auf einer Trage wird der Mann aus dem Geschäft gebracht Foto: Carsten Koall/dpa

Das war passiert

Gegen 22 Uhr am Freitagabend hatte der Mann sein Opfer an der Hildburghauser Straße zunächst bedroht, dann überwältigt und als Geisel genommen. Zeugen alarmierten die Polizei. Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr raste zum Ort, das für die Bekämpfung von Schwerstkriminalität zuständige Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde alarmiert. Auch ein Notarzt war vor Ort.

Die Feuerwehr steht mit einem Großaufgebot bereit für den Fall, dass die Lage eskaliert
Die Feuerwehr steht mit einem Großaufgebot bereit für den Fall, dass die Lage eskaliert Foto: Axel Billig/Pressefoto Wagner

Bereitschaftspolizisten sicherten die Umgebung, SEK-Beamte befanden sich unmittelbar vor dem Eingang des Supermarktes. Auf den Dächern lagen Präzisionsschützen, um bei einer Eskalation der Situation eingreifen zu können.

Rewe-Mitarbeiter Elijah C. hatte am Freitag Spätschicht, freute sich auf seinen Feierabend. Damit um 22 Uhr kein Kunde mehr in den Laden kommt, war C. als sogenannter „Rausschmeißer“ eingeteilt. Er sah, wie der letzte Kunde an die Kasse trat. Dann ging alles ganz schnell …

Ein Polizist in Spezialausrüstung vor dem Supermarkt
Ein Polizist in Spezialausrüstung vor dem Supermarkt Foto: Carsten Koall/dpa

„Der Täter befand sich an der Kasse, wollte die Ware nicht auf das Kassenband legen und zog dann plötzlich das Messer“, sagte der junge Mann am Samstagmorgen und ergänzte: „Es war auf jeden Fall ein großes Messer.“ Elijah C. ergriff die Flucht, brachte sich in Sicherheit.

Die Frau, die sich in der Gewalt des Mannes befindet, ist nach Angaben des 22-Jährigen eine Mitarbeiterin. „Sie war einfach am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt“, sagte er. „Ich wünsche, dass alles gut ist, dass sie nicht verletzt ist, dass alles gut ausgeht.“

https://x.com/polizeiberlin/status/2075730707750461801

Laut Polizeisprecher Stefan Petersen-Schümann war die Lage um 7 Uhr am Samstag immer noch statisch. Mitarbeiter des Geschäfts waren noch in den Abendstunden und in der Nacht von Kriminalpolizisten befragt worden. Die Feuerwehr hatte sie mit Decken und Getränken versorgt.

Mitarbeiter des Supermarktes werden von Polizisten befragt
Mitarbeiter des Supermarktes werden von Polizisten befragt Foto: Julian Stähle

Speziell geschulte Verhandler der Polizei standen mit dem Täter in Kontakt und versuchten, ihn zum Aufgeben zu bewegen. Eine Gefahr für Anwohner des Tatorts bestand nicht. Dann erfolgte gegen 9.20 Uhr der Zugriff.