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Grillen im Ruhrgebiet: Warum schon die nächste Stadtgrenze über den Grill entscheidet

Die Grillkohle liegt bereit, die Getränke sind gekühlt. Eigentlich könnte es an der Duisburger Sechs-Seen-Platte sofort losgehen. Doch bevor die Gäste kommen, muss der Förster zurückgelassene Abfälle wegräumen.

Besonders an warmen Wochenenden sind die Mülleimer schnell voll, quellen über, berichtet er. Noch mehr Behälter aufzustellen, könne das Problem aus seiner Sicht nicht lösen. "Es ist einfach unverständlich, warum man seinen Müll nicht einfach wieder mit nach Hause nimmt", sagt Schepers.

Bochum zieht Konsequenzen

Auch im Stadtpark, im Stadtgarten Wattenscheid und auf der Schmechtingwiese gilt inzwischen ein Grillverbot. Die Stadt Bochum verweist dabei auf Abfall, Brandgefahr und die Belastung für Anwohner.

Fünf Städte, fünf unterschiedliche Regelungen

Einheitliche Grillregeln gibt es im Ruhrgebiet nicht. In Duisburg ist Grillen nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. Ab Graslandfeuerindex Stufe 4 gilt dort ein Grillverbot im gesamten öffentlichen Raum - auch auf den Grillplätzen.

Der Graslandfeuerindex

Vergleich im Ruhrgebiet

Duisburg kontrolliert an beliebten Grill-Hotspots

Neben Verstößen gegen das Grillverbot ahndeten sie auch Falschparker und führten zahlreiche Informationsgespräche. Die Stadt Duisburg kündigte Weitere Kontrollen in diesem Sommer an.

Verstöße können teuer werden

Wer in Duisburg gegen die Grillregeln verstößt, muss zunächst mit einem Verwarngeld von 50 Euro rechnen. Je nach Schwere des Verstoßes können Bußgelder bis zu 1.000 Euro, im Wald sogar bis zu 5.000 Euro fällig werden.

Ob am See, im Park oder am Ruhrufer: Wer grillen möchte, sollte sich vorher über die Regeln vor Ort informieren. Denn schon in der nächsten Stadt können andere Vorschriften gelten. Beim Müll sind sich dagegen alle Kommunen einig: Er gehört nach dem Grillen wieder mit nach Hause.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 20.07.2026, 19:30 Uhr