Stand: 28.07.2026, 13:12 Uhr
Kommentare
Uns auf Google folgen

Laut Deutschem Wetterdienst beginnt der August heiß, aber ohne Extremtemperaturen zu erreichen. © Imago/Henning AngererNach einem Rekordsommer mit Hitzewellen im Juni und Juli stellt sich die Frage, ob wir auch im August schwitzen müssen. Die aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sowie weiterer Wettermodelle.
München
Ein Ausnahmesommer als Ausgangslage
Um den bevorstehenden August 2026 einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die außergewöhnliche Wärmeentwicklung der vergangenen Monate. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad Celsius erreichte der Juni 2026 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nur der Juni 2019 fiel noch wärmer aus. Besonders am Oberrhein zeigte sich die extreme Hitze: Der Deutsche Wetterdienst registrierte dort an acht bis zehn Tagen Temperaturen von mindestens 35 Grad Celsius.
Content-Partnerschaft
Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit Welt der Wunder. weltderwunder.de – nicht glauben, sondern wissen!
Ausgeprägte Hitzewellen mit einer hohen Wärmebelastung treten in Mitteleuropa typischerweise erst in der heißesten Phase des Sommers auf, häufig zwischen Mitte Juli und Mitte August während der sogenannten Hundstage.
Im Jahr 2026 setzte die erste markante Hitzeperiode jedoch deutlich früher ein. Bereits ab dem 18. Juni kam es zu einer außergewöhnlichen Wärmephase, die bis zum 28. Juni anhielt.
Vorsicht vor Hitzepanik in sozialen Netzwerken
Einige Wettermodelle prognostizierten für Anfang August bereits Werte um 40 Grad. In diversen Schlagzeilen und auf Wetterportalen kursieren sogar Werte zwischen 43 und 46 Grad. Allerdings stammen solche Extremwerte nicht aus amtlichen Prognosen. Sie sind das Ergebnis einzelner Berechnungen (Modellläufe) von Wettermodellen wie dem amerikanischen „Global Forecast System“ (GFS).
Für Deutschland wären Temperaturen um 46 Grad ein historischer Ausnahmewert, den die meisten Fachleute für unwahrscheinlich halten. Experten warnen inzwischen vor Panikmache anhand spektakulär klingender Berechnungsausreißer.
Deutscher Wetterdienst: Der August beginnt heiß, ohne Extremwerte zu erreichen
Die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für August 2026 fallen weit konservativer aus, weisen jedoch auch auf mögliche hohe Temperaturen hin.
Bereits der Übergang von Juli zu August bringt nach Angaben des DWD Temperaturen um 30 Grad mit sich. Ab der Wochenmitte erwarten die Meteorologen Werte über 35 Grad, besonders im Süden, Südwesten und Westen des Landes.
Auch das Überschreiten der 40-Grad-Marke in den wärmsten Regionen ist laut DWD möglich. Er weist jedoch darauf hin, dass Wetterprognosen mit einem Vorhersagezeitraum von zehn oder 16 Tagen in den meisten Fällen keine zuverlässigen Detailvorhersagen ermöglichen.
Eine mögliche Wetterprognose für den gesamten Monat
Nach den aktuellen Berechnungen internationaler Wettermodelle und den Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) startet der August 2026 voraussichtlich mit einer sommerlich heißen Wetterlage. Die aktuellen Langfristprognosen zeigen für den weiteren Monatsverlauf jedoch kein einheitliches Bild. Einige Berechnungen lassen weiterhin warme Phasen mit hohen Temperaturen erwarten, während die Modelltrends eine allmähliche Umstellung der Wetterlage wahrscheinlicher machen.
In der zweiten Augusthälfte könnten häufiger Tiefdruckgebiete Einfluss auf Mitteleuropa gewinnen und damit mehr Feuchtigkeit in Form von Schauern und Gewittern bringen. Regional wären dabei auch kräftige Gewitter mit Starkregen möglich, während die Temperaturen zeitweise etwas zurückgehen könnten.
Insgesamt zeichnet sich ein wechselhafter Monatsverlauf ab. Auf eine vermutlich heiße und trockene erste Phase könnte eine unbeständigere Wetterperiode folgen. Wie stark diese Entwicklung tatsächlich ausfällt, bleibt aufgrund der begrenzten Aussagekraft von langfristigen Prognosen abzuwarten.
Warum sich ein Blick auf die kurzfristige Wettervorhersage lohnt
Gerade in den Sommermonaten sorgen prognostizierte Temperaturwerte von über 40 Grad immer wieder für große Aufmerksamkeit. Allerdings sagen solche Prognosen nur wenig darüber aus, wie sich das Wetter tatsächlich über einen gesamten Monat hinweg entwickeln wird. Je näher der ausgewählte Zeitpunkt rückt, desto besser wird jedoch die Qualität der Wetterprognosen. Langfristige Vorhersagen beschreiben vorwiegend Wahrscheinlichkeiten, während kurzfristige Modelle konkrete Entwicklungen mit der Zeit immer genauer erfassen können.
Daher lassen sich Temperaturverläufe und Regenmengen, die Gewitterwahrscheinlichkeit sowie die Windentwicklung wenige Tage vor einem Ereignis wesentlich zuverlässiger abschätzen.