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„Wenn sie beim Stromausfall funktionieren, ist das sehr gut“: Auf den Straßen der Krim werden nun Festnetztelefone installiert

Auf der von Russland kontrollierten Krim wurden öffentliche Telefonzellen für Notrufe bei Polizei und Rettungsdienst eingerichtet. Sie sind eine Alternative zur Mobilfunkkommunikation, die aufgrund der häufigen ukrainischen Angriffe oft gestört ist.

Die Stadtverwaltung von Jewpatorija an der Westküste der Krim gibt an, in der ganzen Stadt Telefone für Notrufe installiert zu haben. Ein Reuters-Reporter hat mehrere solcher Telefone gesehen.

Wenn sie bei Stromausfällen funktionieren – und ich wünsche mir, dass niemand sie jemals brauchen wird –, sind sie als zusätzliche Schutzmöglichkeit sehr gut“, sagte Maria Uschakowa, eine Anwohnerin, über die Telefone.

A tram drives past a landline public street phone for communication with emergency services when there are disruptions to the mobile network, amid the Russia-Ukraine conflict, in the Black Sea resort city of Yevpatoriya, Crimea, July 21, 2026. REUTERS/Alexey Pavlishak

Hier hängt ein besonders alt aussehendes Exemplar. Auf dem Zettel werden die Krim-Bewohner informiert, dass sie den Notdienst über eine gebührenfreie Telefonnummer erreichen.

© REUTERS/Alexey Pavlishak

Auch in Dschankoj im Norden der Krim wurden laut „Moscow Times“ Telefone bereitgestellt.

Die Krim, ein beliebtes Urlaubsziel, leidet unter Stromausfällen und Treibstoffengpässen, wobei Letztere durch ukrainische Drohnenangriffe auf Lieferketten und Ölraffinerien in Russland verursacht wurden. Daher mussten Sommercamps für Kinder abgesagt und die Öffnungszeiten von Cafés sowie die Betriebszeiten des öffentlichen Nahverkehrs verkürzt werden.

Der von Russland eingesetzte Krim-Verwalter Sergei Aksjonow sagte laut „Moscow Times“, es sei derzeit unmöglich, genaue Stromversorgungspläne für die Halbinsel zu erstellen. Er verkündete außerdem die Reduzierung der Straßenbeleuchtung in allen Gemeinden und die Lieferung von Generatoren an Siedlungen, in denen die Stromausfälle länger als zwölf Tage dauerten. 

Die Ukraine hat auch Militärstützpunkte und Kraftwerke auf der Krim angegriffen, die Russland 2014 erobert und einseitig annektiert hatte. Ein Schritt, der von den meisten Ländern nicht anerkannt wird.

Die Ukraine, die ständig Angriffen durch russische Raketen und Drohnen ausgesetzt ist, sagt, sie will die Krim isolieren und Moskaus Kriegsanstrengungen untergraben.

Am Mittwoch teilten die lokalen Krim-Behörden mit, dass bei einem nächtlichen Drohnenangriff auf die südliche Stadt Jalta, bei dem ein Wohnhochhaus getroffen wurde, 17 Zivilisten verletzt worden seien. Sowohl Russland als auch die Ukraine bestreiten, dass sie gezielt Zivilisten angreifen. Faktisch hat Russland weit mehr Zivilisten getötet und verletzt, als die Ukraine. (Reuters/Tsp)

Hinweis: Bei der Übersetzung der Reuters-Meldung, der Notiz auf dem zweiten Foto zum Telefon sowie eines Artikels der „Moscow Times“ wurde Künstliche Intelligenz genutzt.