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Erst fast ausgestorben - jetzt wieder da: Warum die Störche wieder im Münsterland heimisch sind

Martin Frenk beobachtet mit seinem Fernglas eine Storchenfamilie in ihrem Horst in der Dingdener Heide. Der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Borken lächelt. Er hat allen Grund zur Freude: Vier Storchenpaare brüten in diesem Jahr hier, insgesamt hat der NABU 15 der Schreitvögel gezählt.

Storch galt im Münsterland als fast ausgestorben

Die Störche fühlen sich sichtlich wohl in der Dingdener Heide in Rhede. Und nicht nur dort. Im gesamten Münsterland sind sie zurück, nachdem sie noch vor gut drei Jahrzehnten hier fast als ausgestorben galten.

Störche haben sich im gesamten Münsterland wieder angesiedelt

In der Stadt Münster wurden bis zu 80 Storchenpaare gezählt. Sie nisten vor allem im Allwetterzoo und in der Biologischen Station Rieselfelder. Im Kreis Coesfeld ist die Burg Vischering ein beliebter Nistplatz, im Kreis Steinfurt der NaturZoo in Rheine, im Kreis Warendorf die Emsauen in Westbevern.

Damit der Storch zurück in den Kreis Borken kommt, dafür haben die Naturschützer in den vergangenen Jahren einiges getan. Sie haben unter anderem Nisthilfen aufgestellt. Und der NABU hat dafür gesorgt, dass so genannte Feuchtwiesen angelegt wurden.

NABU: Viel getan, um Störche anzulocken

Das sind Wiesen, auf denen keine Bäume stehen. Sie dienen im Sommer als natürliche Wasserspeicher und locken dadurch Wiesenvögel wie zum Beispiel Kiebitze, aber auch Frösche an. Ein reich gedeckter Tisch für Schreitvögel wie den Storch oder auch den Reiher.

Deshalb haben sich die Naturschützer entschieden, keine Nisthilfen in der Dingdener Heide mehr aufzustellen. Nicht um den Storch wieder zu verjagen: "Wir freuen uns sehr, dass der Storch wieder da ist!", sagt Frenk. Sondern, der NABU möchte die anderen Tiere schützen, damit das Naturschutzgebiet Dingdener Heide im Gleichgewicht bleibt.

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