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Von Dessau nach Paris: Renārs Uščins in seiner Heimat geehrt

Handball | Bundesliga

Stand: 11.07.2026 14:09 Uhr

Die größte Herausforderung war am Ende die Terminsuche, aber nach zwei Jahren und mehreren Anläufen hat sich Renārs Uščins endlich ins Ehrenbuch der Stadt Dessau-Roßlau eintragen dürfen.

Als Renārs Uščins, begleitet vom Handballnachwuchs der SG Kühnau, die Halle des Technikmuseums "Hugo Junkers" in Dessau-Roßlau betritt, erkennt er zahlreiche Wegbegleiter, die ihn auf seinem Weg in die Handballspitze mit begleitet haben. Der Nationalspieler freut sich über den Andrang und die damit verbundene Wertschätzung, "weil man dann sieht, wieviele Leute den Sport verfolgen, was wir überhaupt machen." Genau das bestätige den Ansporn "die Leute zu motivieren, uns zu verfolgen, auch kleine Kinder motivieren, Handball zu spielen."

Nicht nur sportlich stark

Die Bedeutung der Auszeichnung für die Stadt Dessau hebt auch der Stadtratsvorsitzende Frank Rumpf hervor: "Das ist was ganz Besonderes, einen so jungen Mann ehren zu können. Er ist Bürger unserer Stadt, hier aufgewachsen [...] ist hier mit dem Handball in Berührung gekommen." "So ein junger Mann, der sich so zielstrebig, so tatkräftig sich einsetzt für seinen Sport [...], das ist schon etwas Besonderes."

Darüber hinaus betont er, dass die Ehrung keinesfalls eine ausschließlich sportliche sei. Auch nebenher engagiere sich Uščins in seiner Heimatstadt als Pate für die Biberakademie - den Nachwuchs der Dessauer Handballer - und bringe sich darüber hinaus vielfältig gesellschaftlich mit ein. 2025 eröffnete in Dessau auch ein Cafè, gemeinsam mit seiner Mutter Aija.

Aus Dessau nach Paris

Bevor es auf die große Handballbühne ging, machte der heutige Profi seine ersten Handball-Schritte in Dessau. Guido Anton aus dem Vorstand der SG Kühnau erinnert sich noch gut an den jungen Renārs, der mit neun bis elf Jahren im Dessauer Stadtteil die ersten Würfe übte. Auch in diesem Alter zeigte sich der Rückraumspieler bereits "sehr agil, spielerisch sehr weit, sehr trainingsfleißig". Zudem hat "er auch sehr mannschaftsdienlich gespielt", erinnert sich Anton, der hinzufügt, dass "das Talent damals auch schon absehbar war".

Fest steht bereits, dass Uščins' Weg im kommenden Jahr zu PSG führt. Der Werdegang von Dessau nach Paris klingt nicht nur pompös, sondern stimmt auch Anton glücklich: "Tatsächlich macht es einen schon stolz, dass er aus Dessau gekommen ist und in unserem Verein angefangen hat."

Über die SG Kühnau führte der Weg des 24-Jährigen weiter zum Deutschen Meister SC Magdeburg, anschließend über eine Leihe zum Bergischen HC und seit 2022 schließlich zu Hannover-Burgdorf. Nun folgt 2027 der Wechsel nach Paris, auf den sich Nationalspieler bereits sehr freut, auch wenn er dann "noch ein paar mehr Sachen auf dem Schirm haben muss, als nur den Handball, mit einer neuen Sprache und einer neuen Kultur". Die Terminsuche für Ehrungen des aufstrebenden Handballers wird dann garantiert nicht leichter.

Paul Kamm/Robert Paul Blömeke

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