Der US-iranische Konflikt um die Straße von Hormus geht in die nächste Runde. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren, wieder aufzunehmen. Allen anderen Ländern solle ein »fairer und offener« Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA seien laut Trump von nun an die »Hüter der Straße von Hormus«. Als Kompensation für diese Aufgabe fordert Trump eine »Erstattung in Höhe von 20 Prozent aller beförderten Fracht, um alle Kosten zu decken, die für die Gewährleistung der Sicherheit in diesem äußerst instabilen Teil der Welt erforderlich sind.«
Am Wochenende hatte Teheran seine Angriffe auf Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet, während die USA weitere Schläge gegen Iran flogen. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, die Straße von Hormus sei für den kommerziellen Verkehr geöffnet. Iran hatte jedoch erklärt, die Meerenge geschlossen zu haben, nachdem ein Schiff auf einer nicht genehmigten Route unterwegs war und getroffen wurde. Am Sonntag durchfuhren nach Daten des Schiffsverfolgungsdiensts Kpler nur sechs Schiffe die Meerenge, die niedrigste Zahl seit fünf Wochen.
Die USA hatten auch in der Nacht von Sonntag auf Montag Ziele in Iran attackiert. Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Am frühen Morgen deutscher Zeit waren in Bahrain Sirenen zu hören, was auf Gegenschläge aus Iran deuten ließ.
US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele in Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Flugabwehr gerichtet, berichteten das »Wall Street Journal« und die »New York Times« unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der iranischen Revolutionswächter angegriffen worden.