everyschematic.com

Flut- und Strakregengefahr in Echtzeit verfolgen? Uni Siegen will Prototyp an den Start bringen

Die Flutkatastrophe im Ahrtal oder das verheerende Hochwasser im Sauerland jährt sich im Juli zum fünften Mal. Gleichzeitig nehmen Starkregenereignisse infolge des Klimawandels in ganz NRW und Deutschland zu. Die Universität Siegen arbeitet an einem digitalen System, das Städte und Kommunen besser auf Hochwasser und Starkregen vorbereiten soll.

Das Projekt "RiskAware" soll Gefahren in Echtzeit erkennen und verständlich darstellen. Dabei kommt auch künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Forschungsprojekt zum Schutz vor Klimakatastrophen

Die Idee entsprang der Tatsache, dass Starkregen in Deutschland in den letzten Jahren zu massiven Schäden geführt hat und mit Extremwetterereignissen gemäß den aktuellen Klimamodellierungen in Zukunft immer häufiger zu rechnen ist, erklärt Leandro. Prof. Dr. Jorge Leandro, Universität Siegen

Ziel ist es, Risiken nicht erst nach einer Katastrophe zu erkennen, sondern bereits im Vorfeld sichtbar zu machen, um so besser entscheiden zu können, wie man Menschen, Städte und Dörfer schützen kann.

Zusätzlich soll das System Schäden automatisch abschätzen können. Damit könnten Kommunen Risiken deutlich schneller bewerten als bisher und Vorsorgemaßnahmen gezielter planen.

Bochum und Lüdenscheid testen Tool

Das Tool wird zunächst gemeinsam mit drei Städten und Kommunen in Nordrhein-Westfalen erprobt: Bochum, Lüdenscheid und der Kreis Recklinghausen starten in die Testphase. Die Orte bringen unterschiedliche Charakteristika mit: Bochum ist dicht besiedelt, der Kreis Recklinghausen hat sowohl einen städtischen Raum also auch ländliche Bereiche, Lüdenscheid hat steilere Hanglagen und einen ländlichen Charakter.

Prototyp für KI-Hochwasserschutz für 2028 geplant

Von der Forschung in die Praxis Zum Ende der Projektlaufzeit im Februar 2028 soll ein Prototyp fertig sein. Für die Universität Siegen beträgt die Fördersumme dieses Forschungsprojekts rund 690.000 Euro.