Wichtige Updates
Ölpreis steigt auf 100 Dollar pro Barrel der Sorte Brent
Trump stellt überraschend Bedingung - Atomdeal mit Riad nur bei Annäherung mit Israel
Iran droht mit Vergeltung bei Angriffen auf Infrastruktur
Trump: Angriff auf Brücke oder Kraftwerk für Schiffsbeschuss
Michael Bee
Paulina Cwiartka

Behörden: Vier Tote bei US-Angriff auf den Südwesten des Iran
Bei einem US-Angriff auf den Südwesten des Iran sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien in der Nacht zu Freitag verletzt worden, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Chusestan, Walliollah Hajati, nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna. Er sprach von einem „Raketenangriff des terroristischen US-Feindes auf Gebiete rund um die Stadt Ahwas“.
Iranische Medien hatten schon zuvor US-Angriffe auf Gebiete um Ahwas gemeldet. Die USA hatten nach eigenen Angaben die dreizehnte Nacht in Folge den Iran angegriffen.
Paulina Cwiartka

Trump will auf iranische Gelder zugreifen – Iran spricht von „brandgefährlichem Präzedenzfall“
Der Iran-Konflikt eskaliert weiter. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die 13. Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen, darunter Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen. Die jüngste Angriffswelle endete um 21.00 Uhr US-Ostküstenzeit, wie das US-Kommando Centcom mitteilte. Erklärtes Ziel war es, vom Iran ausgehende Bedrohungen für Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu unterbinden.
Gleichzeitig kündigte US-Präsident Donald Trump an, eingefrorene iranische Gelder zur Begleichung von Schäden an Schiffen zu verwenden. „Von nun an werden Schäden an Schiffen, Ladung oder allem, was damit zusammenhängt, aus den iranischen Geldern bezahlt, die die Vereinigten Staaten verwahren und kontrollieren", schrieb Trump auf Truth Social.
Der Iran reagierte mit scharfer Kritik. Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete das Vorgehen als „brandgefährlichen Präzedenzfall" und warnte andere Länder: „Sobald Regierungen die Beschlagnahmung zur Normalität machen, sind die Vermögenswerte von niemandem mehr sicher. Das daraus resultierende Chaos wird weder schön noch friedlich sein."
Maria Kurth
Kuwaits Flugabwehr wegen Raketen und Drohnen aktiv
Die Streitkräfte in Kuwait wehren nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus dem Iran ab. Etwaige Explosionsgeräusche seien darauf zurückzuführen, dass diese abgefangen werden, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.
Kuwait gehört zu den Staaten am Golf, die zuletzt besonders von iranischen Gegenangriffen betroffen waren, wie die Länder des sogenannten Golfkooperationsrats und Jordanien am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung feststellten.
Maria Kurth
Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer aufs Schärfte verurteilt. "Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel", sagte Merz laut einer Mitteilung. "Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben." Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und ihren Partnern in der Region.
Die Huthi-Miliz reklamiert Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich, die eine von ihr ausgerufene «Blockade» im Roten Meer verletzt hätten. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran im Falle einer erneuten Attacke der Huthi mit Vergeltung, da diese als Stellvertreter des Iran agierten.
Daniel Weidmann

Trump warnt Iran wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf Schiffe
Nach Angriffen der Huthi-Miliz im Roten Meer hat US-Präsident Donald Trump dem Iran im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht. "Sollten sie dies erneut tun, werden die USA den Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Iran agieren", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte "schwere militärische Strafen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst" an. Zugleich zeigte sich Trump von der Miliz enttäuscht, die sich zuletzt "sehr verantwortungsbewusst" verhalten habe.
Daniel Weidmann

Ölpreis steigt auf 100 Dollar pro Barrel der Sorte Brent
Der Ölpreis ist vor dem Hintergrund der Ausweitung des Irankrieges auf das Rote Meer auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Die Nordsee-Referenzssorte Brent überstieg am Donnerstagnachmittag kurzzeitig die symbolische Schwelle - ein Anstieg um sechs Prozent seit Handelsbeginn. Die US-Referenzsorte WTI legte um fünf Prozent zu und notierte bei gut 91 Dollar „Schon seit mehreren Wochen haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus lahmgelegt“, erklärte die DZ-Bank-Analystin Linda Yu. Nun weite sich die Krise auf das Rote Meer aus. Eine dortige Blockade würde Saudi-Arabiens Alternativroute zur Straße von Hormus für den Export seines Öls einschränken.
Daniel Weidmann

Bericht: Chinesischer Öltanker durchfährt Bab al-Mandab
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen lässt nach ihrer Warnung einer "Blockade" des Schiffsverkehrs für Saudi-Arabien offenbar einige Schiffe mit Bezug zu anderen Ländern passieren. Einem chinesischen Öltanker sei die Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab genehmigt worden, berichtete das Fachmedium "Lloyd's List" am Donnerstag. Chinesische Tanker, die vom saudischen Hafen Janbu im Roten Meer zurückkehrten, könnten womöglich von Fall zu Fall mit der Miliz über eine Durchfahrt verhandeln.
Daniel Weidmann

Trump stellt überraschend Bedingung - Atomdeal mit Riad nur bei Annäherung mit Israel
US-Präsident Donald Trump macht den Atomdeal
mit Saudi-Arabien überraschend von einer Normalisierung der
Beziehungen zwischen dem Golfstaat und Israel abhängig. Saudi-Arabien
müsse den "hoch angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen"
beitreten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit
diesen Abkommen hatten mehrere arabische Länder ihre Beziehungen zu
Israel normalisiert.
Philipp Luther

Rubio verteidigt Atomabkommen der USA mit Saudi-Arabien
US-Außenminister Marco Rubio hat Bedenken gegen ein neues Atomabkommen mit Saudi-Arabien zurückgewiesen. Die von US-Präsident Donald Trump genehmigte Vereinbarung, die dem Königreich den Aufbau eines zivilen Atomprogramms ermöglichen soll, werde strenge Sicherheitsvorkehrungen enthalten, sagte Rubio am Rande des Gipfeltreffens der Asean-Außenminister in der philippinischen Hauptstadt Manila.
"Wenn sich Länder für ein friedliches ziviles Atomprogramm entscheiden, ist es uns lieber, sie tun das mit uns als mit einem anderen Land", sagte Rubio vor Journalisten. Dadurch könnten die USA Einfluss auf die Entwicklung des Programms nehmen.
Philipp Luther

USA setzen wieder B-1-Bomber im Iran ein
Bei den neuerlichen Luftangriffen auf Stellungen des Regimes im Iran ist laut einem Bericht des Portals "Axios" ein Langstreckenbomber vom Typ B-1 zum Einsatz gekommen. Dem Bericht zufolge war es der erste solche Einsatz, seit die Kampfhandlungen vor 12 Tagen eskalierten. Die Flugzeuge kamen im Rahmen der Operation "Epic Fury" bereits mehrfach zum Einsatz. Sie können eine besonders große Bombenlast tragen und fliegen sehr schnell. Ihr Einsatz deutet auf eine Ausweitung der Kriegshandlungen hin.
Philipp Luther

Philipp Luther

US-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Philipp Luther

US-Repräsentantenhaus billigt mehr als eine Billion Dollar fürs Pentagon für 2027
Inmitten des Iran-Kriegs hat das US-Repräsentantenhaus die jährlich verabschiedete Verteidigungsstrategie gebilligt, die für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar (gut eine Billion Euro) für das Pentagon vorsieht. Das Gesetz, das traditionell eigentlich immer im Konsens von Republikanern und Demokraten verabschiedet wird, schaffte es am Mittwoch allerdings nur knapp durch die Parlamentskammer: 216 Abgeordnete stimmten dafür und 212 dagegen. Das Gesetz muss nun noch vom Senat gebilligt werden. Ob dies geschieht, ist derzeit unklar.
Der vom Repräsentantenhaus gebilligte National Defense Authorization Act (NDAA) sieht damit für das Verteidigungsministerium für das kommende Jahr rund 250 Milliarden Dollar mehr Haushaltsmittel vor als 2026. Mit dem zusätzlichen Geld soll unter anderem eine Sold-Erhöhung für die Militärangehörigen von fünf bis sieben Prozent ermöglicht werden.
Philipp Luther

Huthi-Miliz beschießt saudische Öltanker
Die mit Iran verbündete Miliz hat eigenen Angaben zufolge vom Jemen aus zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Die Besatzung sei in Sicherheit.
Die Miliz sprach von einer "militärische Operation gegen zwei saudiarabische Öltanker, welche die Blockade verletzt hatten“. Die Schiffe „Encelia“ und „Layla“ seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden. Die Huthi-Miliz hatte am Montag eine Seeblockade gegen saudiarabische Häfen verkündet.
Auch die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, dass ein Öltanker im Roten Meer von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden und ein Feuer ausgelöst worden sei. Der Vorfall habe sich rund 70 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Al Schukaik ereignet.
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