Teuer erkaufter Erfolg?
Tesla verkauft plötzlich viel mehr Autos
Tesla überrascht mit einem massiven Absatzplus und überholt sogar Mercedes. Gleichzeitig fällt der Gewinn. Wie passt das zusammen?
Publiziert: 13:29 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Tesla verkauft in sechs Monaten 838'000 Autos, 16 Prozent mehr
- Gewinn im zweiten Quartal trotz Verkaufs-Plus von 25 Prozent um 5 Prozent gesunken
- Mehr als 50 Prozent aller Tesla-Verkäufe erfolgen aktuell in China
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Gabriel KnupferRedaktor News
Tesla wurde immer wieder totgesagt. Doch jedes Mal fand CEO Elon Musk (55) den Weg zurück auf die Erfolgsspur. Nun liefert der E-Auto-Pionier mit den Halbjahreszahlen 2026 gleich zwei Überraschungen.
Die erste Überraschung ist positiv: Tesla verkaufte in den ersten sechs Monaten 838'000 Autos – 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit überholen die Amerikaner sogar erstmals den deutschen Traditionshersteller Mercedes. E-Autos finden in Zeiten hoher Spritpreise wegen des Iran-Kriegs wieder deutlich mehr Käufer.
Weniger Gewinn
Die zweite Überraschung ist negativ: Im zweiten Quartal verkaufte Tesla ein Viertel mehr Autos, doch der Gewinn sank um 5 Prozent. «So etwas ist sehr ungewöhnlich», sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer (75) in seiner Analyse. Normalerweise lassen mehr Verkäufe auch die Kasse klingeln.
Der Grund für beide Überraschungen liegt in China. Tesla verkaufte in dem insgesamt schrumpfenden Markt deutlich mehr Autos. «Mehr als jedes zweite Tesla-Fahrzeug findet nach unseren Berechnungen in China einen Käufer», so Dudenhöffer. Und dieses Absatzplus im Reich der Mitte ist mit hohen Rabatten teuer erkauft.
Marge sinkt
Auch in Europa senkte Tesla die Preise und verkaufte so laut Dudenhöffer schätzungsweise 50'000 Autos zusätzlich. Nun will Musk das Werk in Grünheide bei Berlin weiter ausbauen. Doch die Marge pro verkauftem Fahrzeug wird immer dünner.
Ob die Strategie aufgeht? In Deutschland sorgte kürzlich die Tatsache für Streit in der Regierung, dass vor allem Tesla von der neuen Kaufprämie für E-Autos profitiert. Und nicht die deutschen Marken wie VW oder BMW.
Nun kommt Optimus
Für Musk selbst stehen die Autoverkäufe ohnehin nicht mehr im Zentrum. Viel wichtiger sind dem Chef selbstfahrende Taxis und humanoide Roboter. Seine Vision: Der humanoide Tesla-Roboter Optimus soll der Menschheit künftig die gefährlichen, repetitiven oder langweiligen Aufgaben in der Fabrik oder im Haushalt abnehmen. Wenn Tesla bis dahin noch Autos verkauft, nimmt Musk das gerne als Bonus mit.
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