Teheran meldet US-Angriffe
Straße von Hormus: Trump äußert sich
12.07.2026 - 20:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Die USA haben iranische Militärziele entlang der Südküste bombardiert – zum dritten Mal binnen einer Woche. Nun melden iranische Medien erneut Explosionen in Bandar Abbas.
Nach den jüngsten US-Angriffen auf iranische Militärziele hat der Iran am Sonntagabend erneut Explosionen an seiner Südküste gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas sowie nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf. Angaben zur Ursache gab es zunächst nicht.
Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von "feindlichen Angriffen" auf Militäranlagen in Bandar Abbas. Demnach waren in mehreren Stadtteilen aufeinanderfolgende Explosionen zu hören. Die Vorfälle würden untersucht.
Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete zudem ein Todesopfer auf der Insel Gheschm. Demnach kam der Leiter der Telekommunikationsbehörde der Provinz Hormusgan bei einem Reparatureinsatz ums Leben. Zwei weitere Mitarbeiter seien verletzt worden. Wann sich der Vorfall genau ereignete, blieb zunächst unklar.
Iran attackiert Länder in der Region
Zuvor hatten die USA nach eigenen Angaben rund 140 iranische Militärziele entlang der Südküste bombardiert. Es war bereits die dritte Angriffswelle binnen einer Woche. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Unterdessen widersprach US-Präsident Donald Trump iranischen Angaben zur Straße von Hormus. "Sie ist offen", sagte Trump in der NBC-Sendung "Meet the Press". Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte auf der Plattform X, die strategisch wichtige Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße und werde nicht vom Iran kontrolliert.
Revolutionsgarden: Straße von Hormus bleibt geschlossen
Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, die Straße von Hormus bleibe bis auf Weiteres und bis zum Ende der US-Militäreinsätze in der Region für den Schiffsverkehr geschlossen. Die Durchfahrt sei untersagt. Zuvor hatte die Marine der Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben, das eine nicht genehmigte Route befahren haben soll.
Diplomatische Bemühungen blieben bislang ohne Ergebnis. Vertreter der USA und des Irans hatten sich Mitte Juni zwar auf einen Rahmen für weitere Verhandlungen verständigt. Gespräche am Samstag in der omanischen Hauptstadt Maskat endeten jedoch ohne Durchbruch. Oman hatte zuletzt einen Vorschlag für eine gebührenfreie Passage durch die Straße von Hormus vorgelegt.