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Schlechter als Telekom & Co.? Handyverträge vom Discounter überraschen im Check

Zwei Handyverträge, beide mit 25 Gigabyte Datenvolumen und im selben Mobilfunknetz: Der eine kostet rund 23 Euro im Monat, der andere gut 9 Euro. Ein solcher Preisunterschied legt den Verdacht nahe, dass beim günstigeren Angebot etwas fehlen muss. Tatsächlich hatten Mobilfunk-Discounter lange einige Nachteile. Doch der Markt hat sich verändert. Ein Blick auf fünf verbreitete Mythen zeigt, welche Unterschiede heute noch zählen.

Mythos 1: Billige Tarife haben immer technische Nachteile

Mobilfunk-Discounter hatten lange tatsächlich Nachteile. 5G war häufig nicht verfügbar, und moderne Funktionen wie eSIM oder LTE-Telefonie fehlten oft. Inzwischen hat sich der Markt deutlich verändert. So gut wie alle Discounter bieten heute ebenfalls 5G sowie weitere Funktionen an, die früher den Netzbetreibern vorbehalten waren.

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Dass ihre Handytarife trotzdem deutlich günstiger sind, liegt vor allem am Geschäftsmodell: Discounter betreiben keine eigenen Mobilfunknetze, sondern kaufen Kapazitäten bei den Netzbetreibern ein. Außerdem verzichten sie meist auf ein dichtes Filialnetz und investieren weniger in Werbung. Andere Anbieter nutzen bestehende physische Infrastruktur. Das ist zum Beispiel der Fall bei Handytarifen von Lebensmittelhändlern. Nach Erfahrung des Geldratgebers Finanztip bieten Discounter-Tarife deshalb heute für die meisten Nutzer ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als teurere Angebote der Netzbetreiber.

Mythos 2: Discounter haben schlechteren Empfang

Der Empfang hängt in erster Linie vom genutzten Mobilfunknetz ab – nicht vom Namen des Anbieters. Auch die Discounter nutzen die Netze von Telekom, Vodafone, O2 oder 1&1. Ob ein Tarif zuverlässig funktioniert, entscheidet vor allem die Netzabdeckung am Wohn- und Arbeitsort. Finanztip empfiehlt deshalb, die Wahl des Mobilfunknetzes wichtiger zu nehmen als die Marke des Anbieters. Welches das beste Handynetz vor Ort ist, lässt sich vor einem Tarifwechsel prüfen.

Mythos 3: Das mobile Internet ist bei Discountern zu langsam

Viele Discounter-Tarife begrenzen die maximale Geschwindigkeit auf 50 oder 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das klingt im Vergleich zu mehr als 300 Mbit/s bei Netzbetreibern zunächst nach einem deutlichen Nachteil. Im Alltag spielt diese Begrenzung jedoch oft eine geringere Rolle als vermutet. Musik- und Videostreaming, Navigation, Videotelefonie oder soziale Netzwerke funktionieren auch mit diesen Geschwindigkeiten problemlos. Für das Herunterladen von großen Dateien, was bei 50 Mbit/s etwas länger dauern kann, können die meisten Menschen einfach ihr Internet zu Hause nutzen.

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Finanztip hat verschiedene Handytarife untersucht. Dabei zeigt sich, dass für die meisten Alltagsanwendungen nicht die maximale Geschwindigkeit entscheidend ist, sondern ein passendes Datenvolumen und ein zuverlässiger Empfang.

Mythos 4: Grundlegende Funktionen gibt es nur bei den Netzbetreibern

Ganz ohne Unterschiede geht es auch heute nicht. Netzbetreiber bieten häufiger Zusatzfunktionen wie Multi-SIM für Smartwatches und Tablets, besonders schnelle Tarife oder umfangreiche Zusatzangebote. Für manche Nutzer können diese Extras wichtig sein.

Für viele Verbraucher spielen sie im Alltag jedoch keine Rolle. Wer keine Smartwatch mit Mobilfunkempfang hat und hauptsächlich mit seinem Handy telefoniert, Nachrichten verschickt, unterwegs Musik hört oder Videos streamt, findet auch bei Discountern einen passenden Tarif.

Mythos 5: Mit Kombi-Tarifen spart man bei Netzbetreibern Geld

Auch gibt es bei Netzbetreibern oft Kombi-Angebote, die besonders für Familien attraktiv sein sollen. Bei einem Blick auf die Preise sind aber auch hier oft einzelne Tarife für jedes Familienmitglied günstiger. So kostet zum Beispiel ein Tarif mit 25 GB Datenvolumen und zwei zusätzlichen SIM-Karten bei Vodafone rund 46 Euro im Monat. Bei einem Discounter im Vodafone-Netz kann man drei einzelne Verträge mit 35 GB Datenvolumen für jeweils rund 7 Euro erhalten, also zusammen gut 21 Euro im Monat.

Fazit: Viel besser als der Ruf

Wer einen neuen Vertrag sucht, sollte deshalb weniger auf den Bekanntheitsgrad eines Anbieters achten als auf den tatsächlichen Bedarf. Einen Überblick über günstige Tarife bietet der Handytarif-Vergleich von Finanztip. Der schlechte Ruf vieler Mobilfunk-Discounter stammt aus einer Zeit, in der die Unterschiede zu den Netzbetreibern tatsächlich größer waren. Heute bieten viele günstige Tarife und nahezu dieselbe Alltagsleistung.

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Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Deutschlands führender Geldratgeber für Verbraucher ist Teil der gemeinnützigen Finanztip-Stiftung.