Stand: 23.07.2026, 06:32 Uhr
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Auf Schloss Hohenburg sind umfangreiche Umbauarbeiten geplant. Der Nordflügel soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das Wirtschaftsgebäude dahinter wird saniert. © Arndt PröhlDie St.-Ursula-Schulen in Hohenburg stehen vor einem Großprojekt. Erste Pläne für die umfangreiche Sanierung wurden im Gemeinderat gezeigt.
Lenggries – Umfangreiche Sanierungsarbeiten, das Entfernen von Zwischenbauten sowie Abriss und Neubau eines ganzen Flügels stehen bei den St.-Ursula-Schulen in Hohenburg an. Während sich der Träger, die Erzdiözese München-Freising, auf Presseanfrage wegen des frühen Zeitpunkts im Verfahren noch nicht zu den Plänen äußern möchte, gab es in der Sitzung des Gemeinderats am Montag schon recht konkrete Ausführungen zu dem Großprojekt. Die Gemeinde war deshalb gefordert, weil die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig ist.
Schloss soll als Solitärgebäude künftig wieder besser zur Geltung kommen
Am Hauptgebäude sind zahlreiche Sanierungsmaßnahmen vorgesehen. Die reichen laut den ersten Planungen von der Erneuerung der Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- und Sanitäranlagen über neue Bodenbeläge und den Einbau eines barrierefreien Aufzugs bis hin zur Ertüchtigung des Dachs, der Fenster und der Fassade. Beim Schloss, das in den Jahren 1712 bis 1718 gebaut und 1836 umgebaut wurde, handle es sich um ein Baudenkmal, erläuterte Bauamtsleiter Ronny Bousseljot. Und damit es als Solitärgebäude künftig wieder besser zur Geltung kommt, sollen die in den 1960er- und 70er-Jahren erfolgten Erweiterungsbauten, die das Schloss mit den Seitenflügeln aus dem 19. Jahrhundert verbinden, abgerissen werden. Das habe das Denkmalamt zur Voraussetzung für die Zustimmung zu anderen Maßnahmen gemacht, erklärte Roman Haehl, FWG-Gemeinderat und Leiter der St.-Ursula-Realschule, in der Sitzung.
Nordflügel wird abgerissen und durch Neubau ersetzt
Erhalten bleibt lediglich das Kellergeschoss des südlichen Zwischenbaus, das saniert wird. Der Südflügel samt des flachen Anbaus wird saniert. Neue WCs und ein Aufzug sind unter anderem vorgesehen.
Abgerissen werden soll dagegen der komplette Nordflügel. Im Anschluss ist der Neubau mit Aula und Unterrichtsräumen vorgesehen. „Von der Kubatur her wird es dem jetzigen Nordflügel entsprechen“, sagte Bousseljot. Das dahinterstehende Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1850 wird saniert. Unter anderem sind die Erneuerung der Elektroinstallationen und der Beleuchtung vorgesehen. Zudem ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach angedacht.
Auch im Außenbereich soll einiges gemacht werden. Dabei geht es unter anderem um die Verlegung der Fahrradstellplätze, die Erneuerung der Beläge und die Restaurierung des Brunnenbeckens.
Gemeinde freut sich über Bekenntnis zum Schulstandort
Der Bebauungsplan, dessen Aufstellung einstimmig beschlossen wurde, umfasst etwa 23 Hektar an Flächen. „Aus Sicht der Gemeinde wird es natürlich sehr positiv gesehen, dass die Sanierung der Schulen nun ansteht und durchgeführt werden soll“, sagte Bürgermeister Stefan Klaffenbacher. „Denn für mich ist es ein klares Bekenntnis zum Schulstandort, der essenzielle Bedeutung nicht nur für Lenggries, sondern den ganzen Landkreis hat.“ Man hatte anfangs die Hoffnung, dass das Ganze ohne Bebauungsplanverfahren verwirklicht werden könnte. „Aber dafür sind die Veränderungen einfach zu groß.“ Es könne sein, dass sich am Umgriff „noch geringfügig etwas ändere“, sagte Klaffenbacher. Das liege daran, dass es vermutlich eine Interimslösung geben muss für die Klassenzimmer, die in der Bauphase nicht genutzt werden können.