Was High Performer einwerfen, warum bei Engel & Völkers der CEO ausgewechselt wird und wer um die weltweite Fast-Food-Krone konkurriert – über die wichtigsten Wirtschaftsthemen informieren wir Sie in unserem Newsletter „Der Tag“.
13.07.2026, 17.07 Uhr
Eine Pille, und die Arbeit geht leichter von der Hand. Eine Infusion, und Sie fühlen sich dynamischer und frischer. Klingt verlockend? In bestimmten Kreisen ist der Griff nach Substanzen zur Performance-Steigerung heute schon Alltag. Und dieser Trend zieht Kreise. Für einen Dammbruch sorgte die Abnehmspritze Ozempic. Immer neue Substanzen kommen auf den (Schwarz-)Markt, die sich neben ihrem eigentlichen medizinischen Nutzen auch zur Selbstoptimierung einsetzen lassen – Off-Label-Use, wie es im Fachjargon heißt. Als neue Wundermittel gepriesen werden Propranolol, Peptide und NAD+.
High Performer sind offen für alles, was ihnen beim Funktionieren hilft, schreibt meine Kollegin Viola Keeve. Längst scheint auch die Scheu vor Spritzen und Infusionen gewichen. Die Infrastruktur wächst mit der Nachfrage: Infusionsboutiquen im Style schicker Interior-Shops finden sich inzwischen in den Besserverdienervierteln jeder Großstadt. Gestresste lassen sich dort mal eben in der Mittagspause eine Infusion legen. Was die globale Leistungselite einwirft, wer die Treiber sind und welche Risiken sie ausblenden – all das lesen Sie inklusive einiger Geständnisse in Violas sehr aufschlussreichem Text .
Was High Performer so einwerfen: Die Risiken der angeblichen Wundermittel werden dabei in Kauf genommen
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Illustration und Animation: Ari Liolan / manager magazin
Die Wirtschaftsnews des Tages:
An der Konsequenz der EU, Russlands Präsidenten Wladimir Putin (73) mit Sanktionspakten in die Knie zu zwingen, nährt diese Meldung einige Zweifel: Zwar haben sich die EU-Staaten auf ein Importverbot für russisches Gas verständigt, das Schritt für Schritt in Kraft tritt. Doch das hält die EU laut „FT“ nicht davon ab, noch schnell Rekordmengen aus Russlands größter Flüssigerdgas-Anlage (LNG) in der Arktis einzukaufen.
Der deutsche Drohnenhersteller Helsing hat 1,8 Milliarden Dollar eingesammelt. Es ist eine der bislang größten Finanzierungsrunden für europäische Start-ups.
Bei der Opel-Mutter Stellantis sieht es nach dem jüngsten Absatzeinbruch wieder etwas besser aus. Nicht nur in Nordamerika läuft es wieder.
Beim Krisenkonzern Volkswagen dagegen geht es beim Jobabbau ans Eingemachte. Bis zu 100.000 Stellen weltweit könnten wegfallen, hatte das manager magazin vor etwa drei Wochen exklusiv berichtet . CEO Oliver Blume nannte jetzt erstmals eine Zahl und sprach von 50.000 Stellen. Aber es bleiben Fragen offen.
Die Aufsteiger des Tages:
… sind die stillen Führungskräfte. Starke Chefs, so wird landläufig angenommen, das sind die dominanten Lautsprecher, die unerschrocken voranstürmen. Doch das ist ein Klischee. Der Wirtschaftspsychologe Martin Schweinsberg erklärt in unserem „Leadership Weekly“, welche Stärken der eher Introvertierten im Job oft unterschätzt werden und was sie zu den besseren Führungskräften macht .
Der Umsteiger des Tages:
Für Jawed Barna (50) endet seine Zeit an der Spitze von Engel & Völkers. Knapp drei Jahre lang war er Group CEO des Luxusmaklers. Die aktuellen Probleme müssen nun seine Nachfolger lösen; künftig soll eine Doppelspitze aus Till-Fabian Zalewski, bisher CEO des deutschsprachigen Raums, und Stefan Eck, erst seit 2025 als Group CFO bei Engel & Völkers, das Maklerunternehmen führen. Meine Kollegin Hannah Steinharter berichtet über die Turbulenzen hinter der Personalie .
Abschied: CEO Jawed Barna verabschiedet sich bei Engel & Völkers
Foto: Engel & Völkers
Was Sie in Ihrer Karriere voranbringt:
Vielleicht ist Ihnen das auch schon passiert: die Kollegengrätsche. Von der Seite werden Ihre Projekte torpediert. Besonders ärgerlich, wenn es nicht um die Sache geht, sondern nur noch um Macht. Dann ist entschlossenes Handeln gefragt: Wie Sie Besserwissern ihre Grenzen aufzeigen, ohne die Zusammenarbeit zu beschädigen, lesen Sie in unserem Erste-Hilfe-Kit für ungefragte Interventionen .
Meine Empfehlung für den Abend:
Macht schlappe Beine: Womöglich lässt sich mit einem Performancebooster intravenös gegensteuern
Foto: Belisario Roldan / Moment / Getty Images
Aus der Rubrik „Was wir unserem Körper so alles zumuten“ blicken wir heute noch auf einen anderen Wirtschaftszweig: die Fast-Food-Riesen. Hier geht es definitiv nicht um physische und psychische Leistungssteigerung, dafür mehr um Zeitersparnis und Bequemlichkeit. Und für die großen Player der Branche von McDonald’s bis KFC um Anteile an einem globalen Milliardenmarkt. Wer trifft den Geschmack der Kunden am besten? Unter den Giganten dieser Spielform gibt es in einer Rubrik eine süße Überraschung.
Was auch immer Sie sich heute gönnen, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und eine erbauliche Lektüre
Ihre Claudia Witte
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