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»Was jetzt? – Die Woche«: Opa in der SS – Räumen wir jetzt mit unserer NS-Vergangenheit auf?

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4,5 Millionen Menschen waren in Hitlers SS und SA. Was, wenn Opa einer davon war? Wir sprechen über die neue Suchmaschine der ZEIT bei »Was jetzt? – Die Woche«.

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Wenn es um die NS-Vergangenheit geht, wird in vielen Familien bis heute geschwiegen. Oder es werden Geschichten erzählt, wie Widerstand geleistet wurde. Es gibt dazu Daten, zum Beispiel eine Studie der Uni Bielefeld. Fast 68 Prozent der darin Befragten sagen: Meine Vorfahren waren keine Täter.

Die Zahlen aber zeigen etwas anderes: Nur wenige Deutsche haben tatsächlich aktiven Widerstand gegen das NS-Regime geleistet. Nach Schätzungen waren es etwa zwei von tausend, also nur 0,2 Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig gehörten rund zehn Millionen Menschen der NSDAP an. 1945 war jeder fünfte Erwachsene in Deutschland Parteimitglied. Viele von ihnen waren außerdem in NS-Terrororganisationen wie der SA oder SS organisiert. Vermutlich war Opa – oder der Urgroßvater – also doch nicht im Widerstand. Aber was dann?

Bisher waren solche Recherchen der eigenen Familiengeschichte ziemlich kompliziert. Man musste z.B. einen schriftlichen Antrag beim Bundesarchiv stellen. Hier lagern 91 laufende Kilometer NS-Dokumente an verschiedenen Standorten, um die 1,1 Milliarden Seiten sind das.

Mithilfe von künstlicher Intelligenz hat DIE ZEIT nun erstmals hunderttausende von Personalakten der SA und SS durchsuchbar gemacht. Mit den Angaben: Name, Geburtsort und Geburtsjahr lässt sich in wenigen Sekunden herausfinden, wer Mitglied oder Anwärter der SA oder SS war.

Was genau steckt in der neuen Datenbank? Was verraten die Akten – was aber auch nicht? Und welche Bedeutung haben diese Unterlagen für uns als Gesellschaft? Darüber spricht Constanze Kainz in der 143. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Christian Staas, Leiter des Geschichtsressorts der ZEIT.

Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify.

Moderation: Constanze Kainz
Postproduktion: Sebastian Opp
Redaktion, Produktion und Regie: Julia Brötz, Matthias Giordano
Studioassistenz: Sebastian Spallek
Aufnahmeleitung: Lisa-Marie Kellner
Ressortleitung Video: Max Boenke
Technisches Konzept: Sven Wolters
Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone
Musik: Konrad Peschmann, soundskin