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Neuer Name, mehr Stehplätze: So viele Fans passen jetzt ins Gladbacher Stadion

Wer in diesen Tagen am Stadion von Borussia Mönchengladbach unterwegs ist, dem müssten die neuen Schriftzüge schon aufgefallen sein. "ista-Borussia-Park" steht dort in großen, schwarzen Buchstaben über dem Eingang im Osten. Auch an den anderen Eingängen werden die Schriftzüge in diesen Wochen neu angebracht.

Die Entscheidung, das Stadion zum ersten Mal in 22 Jahren umzubenennen, wurde im vergangenen November offiziell bekanntgegeben. "Damit erweitern die Fohlen und ihr offizieller Nachhaltigkeitspartner ista die im Sommer 2025 vereinbarte Partnerschaft um ein sichtbares Zeichen auf dem gemeinsamen Weg hin zu einer effektiven Energienutzung im Stadion und darüber hinaus", hieß es in der damaligen Pressemitteilung.

Geteilte Meinung bei den Fans

Was Borussia besonders freut, ist, dass der Name "Borussia Park", an den sich in 22 Jahren alle gewöhnt haben, erhalten geblieben ist.

Ich glaube, das ist eine gute Lösung. In dem Wissen, dass es auch Fans gibt, die das nicht schön finden und am liebsten weiter nur bei Borussia Park geblieben wären. Markus Aretz, Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach

Fans, die wir beim öffentlichen Training der ersten Mannschaft treffen, bestätigen diese Annahme. Die einen finden die Namensänderung nicht schön, blicken mit gemischten Gefühlen darauf. Die anderen sehen vor allem die wirtschaftlichen Vorteile und finden diesen Schritt längst überfällig. Zwischen 4 und 5 Millionen Euro soll Borussia durch den Namens-Deal mit ista pro Saison einnehmen.

Block 2 ist jetzt ein Stehplatz-Block

Mit dem Umbau reagiert Borussia auf eine - nach eigenen Angaben - seit Jahren steigende Nachfrage nach Stehplätzen im Stadion, speziell bei den jüngeren Fans. Der Verein will gleichzeitig eine Alternative für Fans in der Nordkurve schaffen, die dort aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr stehen möchten.

"Kein Zwanni für 'nen Steher"

Das sind Plätze, auf die zum Beispiel jüngere Fans zugreifen können und dafür unter 20 Euro bezahlen. Denn Borussias Motto "Kein Zwanni für 'nen Steher" hält weiter Stand und soll auch in Zukunft weiter gelten, wie Markus Aretz sagt.

Für alle die passende Lösung

Die Fans, die bis zur letzten Saison in Block 2 gesessen haben, haben andere Sitzplätze im Stadion gefunden. Mit ihnen war Borussia im engen Austausch. Zuerst hatten die rund 250 Besucher mit Sitzplatz-Dauerkarten in Block 2 die Chance, sich zu entscheiden, entweder für einen Sitzplatz in einem anderen Block oder für eine Stehplatz-Dauerkarte in Block 2. Auch einige Fans aus Block 3 sind angeschrieben worden, weil auch dort durch den Umbau Plätze wegfallen mussten - aus Sicherheitsgründen.

Im zweiten Schritt hatten dann die Fans aus der Nordkurve die Möglichkeit, einen Wechsel in Bock 2 zu beantragen, was ein Teil gemacht hat.

Viele Fans, so erzählt es Markus Aretz, wollen die neue Saison aber erstmal abwarten und schauen, wie sich alles entwickelt, wie der neue Stehplatz-Block angenommen wird und vor allem, wie das die Stimmung im Stadion verändern wird. Und vielleicht entscheiden sich dann noch mehr Fans dazu, die Seite zu wechseln - natürlich nur, was den Platz im Stadion betrifft.