everyschematic.com

Merz räumt auf: Verkehrsminister Schnieder muss gehen – Nachfolger-Name kursiert bereits

Stand: 24.07.2026, 08:35 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Patrick Schnieder (CDU), Bundesminister für Verkehr, aufgenommen am Rande eines Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im Bundesministerium für Verkehr in Berlin. (zu dpa: „Schnieder: Unerwartete Brückensperrungen wieder möglich“)

Patrick Schnieder (CDU), Bundesminister für Verkehr, aufgenommen am Rande eines Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im Bundesministerium für Verkehr in Berlin. (zu dpa: „Schnieder: Unerwartete Brückensperrungen wieder möglich“) © Michael Ukas/dpa

Merz entlässt laut eines Medienberichts Verkehrsminister Patrick Schnieder. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der Kanzler das Personalkarussell drehen lässt.

Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) baut sein Kabinett grundlegend um. Nach Informationen der BILD-Zeitung aus Unionskreisen soll Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sein Amt verlieren. Für Freitagvormittag hat das Kanzleramt um 9 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt, bei der Merz die Personalentscheidungen bekanntgeben will.

Schnieder war seit dem 6. Mai 2025 Bundesverkehrsminister im Kabinett von Friedrich Merz. Grund für seine Ablösung sei laut BILD die tiefe und anhaltende Unzufriedenheit des Kanzlers mit Schnieders Amtsführung – insbesondere bei den Dauerkrisenherden Schienennetz und Infrastruktur.

Merz entlässt wohl Verkehrsminister Schnieder

Aus Regierungskreisen heißt es, der Kanzler sei „zunehmend genervt“ vom ausbleibenden Fortschritt im Verkehrsministerium gewesen. Trotz eines Milliarden-Etats habe Schnieder die tiefgreifenden Probleme der deutschen Infrastruktur nicht in den Griff bekommen. Als besonders folgenreich gilt intern, dass Schnieder im September trotz eines Rekord-Etats öffentlich erklärt hatte, kein Geld mehr für den Bau neuer Brücken und Infrastrukturprojekte zu haben.

Als Nachfolger im Verkehrsministerium ist laut Medieninformationen Fritz Güntzler (CDU) im Gespräch. Der Kabinettsumbau geht über das Verkehrsressort hinaus: Gesundheitsministerin Nina Warken soll auf den Posten von Kanzleramtschef Thorsten Frei wechseln, der wiederum die Nachfolge des zurückgetretenen Fraktionschefs Jens Spahn als Unionsfraktionschef antreten soll. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann soll demnach neuer Gesundheitsminister werden, seine Parteiposition als CDU-Manager soll Franziska Hoppermann, bislang Schatzmeisterin der CDU, übernehmen.

Zudem soll Philipp Amthor, bisher Parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium, den Staatsminister für Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt ablösen. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst aus. Aus dem Umfeld des Kanzlers hieß es lediglich: „Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind.“ (Quellen: Bild, dpa)