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Mercedes-Fahrer (67) übersieht Sattelzug: Unfall blockiert Reiseverkehr – Zehn Kilometer langer Rückstau

Stand: 26.07.2026, 12:05 Uhr

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verkehr auf der autobahn a8 bei holzkirchen

Ein zehn Kilometer langer Stau in Richtung Süden bildete sich am Freitagnachmittag (24. Juli) nach einem Unfall auf der Autobahn kurz vor der Ausfahrt Holzkirchen (Archivbild). © THOMAS PLETTENBERG

Rund 50.000 Euro Sachschaden und ein Riesenstau: Ein Unfall auf der Autobahn bei Holzkirchen am Freitag (24. Juli) bremste den Urlauberverkehr in Richtung Süden einige Stunden aus. Zwei Beteiligte erlitten leichte Verletzungen, im Rückstau krachte es sogar noch zweimal. In der Gegenrichtung brannte ein alter VW aus.

Holzkirchen/Weyarn – In vielen Bundesländern sind bereits Sommerferien, die Schüler im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen etwa starteten am 20. Juli in die schönste Zeit des Jahres. Entsprechend voll war am Wochenende die Salzburger Autobahn in Richtung Süden. Pech hatten Urlauber, die am späten Freitagnachmittag (24. Juli) auf Höhe Holzkirchen unterwegs waren. Nach dem Zusammenstoß zwischen einem Mercedes und einem Lkw kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen bildete sich ein langer Rückstau.

Wie die Autobahnpolizei mitteilt, wollte ein 67-jähriger Mercedesfahrer aus dem Landkreis Dachau gegen 16.45 Uhr bei Holzkirchen von der A8 abfahren und wechselte dazu auf den (zu dem Zeitpunkt) zum Befahren freigegebenen Seitenstreifen. Dabei übersah er jedoch den neben ihm fahrenden Sattelzug eines 42-jährigen Ukrainers.

Der Mercedes prallte seitlich auf den schweren Lkw, dadurch drehte sich das Auto vor das Führerhaus und wurde vom Sattelzug weitergeschoben. Mehrfach krachte der Mercedes in die Leitplanke, ehe alle Beteiligten zum Stehen kamen. Laut Polizei zogen sich der Mercedesfahrer und sein 42-jähriger Beifahrer leichte Verletzungen zu, zur weiteren Abklärung brachte sie der Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Knapp zwei Stunden dauerte es, bis alle Trümmerteile beseitigt waren. Den Sachschaden schätzt die Polizei insgesamt auf rund 50.000 Euro. Der rechte Fahrstreifen war knapp zwei Stunden gesperrt, was den Verkehr auf etwa zehn Kilometern behinderte.

Noch langsamer ging es, als sich gegen 18 Uhr im Rückstau auf der linken Spur ein Auffahrunfall ereignete. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden (750 Euro) war überschaubar. Allerdings baute sich der Stau dadurch weiter auf.

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Im dichten Verkehr kurz nach dem Unfallort und der Anschlussstelle Holzkirchen krachte es schließlich ein drittes Mal: Gegen 18.15 Uhr wechselte ein 41-jähriger Lkw-Fahrer aus Belarus mit seinem Sattelzug auf den rechten Fahrstreifen, bemerkte aber zu spät, dass dort der Mercedes eines 61-Jährigen aus Fürth unterwegs war. Der Zusammenstoß verursachte Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro, niemand wurde verletzt.

Auch die Gegenrichtung blieb am Freitag nicht verschont. Hier war es kein Unfall, sondern ein brennendes Auto, das die Rettungskräfte forderte. Nach Angaben der Autobahnpolizei bemerkte ein 59-jähriger Münchner gegen 20.15 Uhr kurz nach dem Parkplatz Seehamer See, dass Rauch aus dem Motorraum quoll. Gerade noch konnte der Mann seinen 21 Jahre alten VW auf den Seitenstreifen steuern, kurz darauf stand der Pkw in Vollbrand. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus.

Die Feuerwehr Weyarn war schnell vor Ort und löschte die Flammen. Kurzzeitig mussten dafür zwei der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Zu nennenswerten Beeinträchtigungen in Fahrtrichtung München kam es laut Polizei aber nicht.