BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen
Die Preise für Lebensmittel sind innerhalb des Zeitraums 2020 bis 2025 deutlich stärker angestiegen als die allgemeine Inflation. Sie erhöhten sich um rund 36 Prozent.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
yil
- Juli 2026, 6:30 Uhr
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/ae0bca68-ef25-44c9-88d2-0fbc5c48dcc2/full_4afba538ec3a6a9289a4638d7226524250bcb053687b332dd1bad1bef48bd8b12e123471d485e9f504543462bf69f7db.mp3
65 Kommentare
Besonders stark stiegen die Preise für Geflügelfleisch, Molkereiprodukte und Eier.
© Sven Hoppe/dpa
Nach Angaben der Bundesregierung sind die Preise für Lebensmittel seit 2020 deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Seit Anfang 2020 bis Mitte 2025 erhöhten sie sich um insgesamt 36,3 Prozent, wie die Rheinische Post unter Berufung auf eine Anfrage der Linkenfraktion im Landwirtschaftsministerium berichtete. Im selben Zeitraum habe sich die allgemeine Inflation dagegen um 22 Prozent beschleunigt.
»Vergleichsweise stark fielen die Steigerungen gegenüber dem Referenzjahr 2020 bei Geflügelfleisch, vielen Molkereiprodukten und Eiern, Speisefetten und Speiseölen sowie Zucker aus«, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Geringfügiger seien hingegen die Teuerungen bei Obst, Fisch, Getränken und Fertiggerichten gewesen.
Die Linkenpolitikerin Ina Latendorf sieht Handlungsbedarf auf der wettbewerbspolitischen Ebene. »Es ist erstaunlich, dass sich die Bundesregierung weigert, in
die Marktmacht der vier Supermarktriesen einzugreifen oder auch nur
eine regulatorische Maßnahme zu ergreifen«, sagte sie der Rheinischen
Post. Sie forderte eine Preisbeobachtungsstelle und eine Begrenzung der Gewinnmargen der Lebensmittelkonzerne. Aus
sozialen Gründen sei auch eine Streichung der Mehrwertsteuer auf
Grundnahrungsmittel geboten, sagte Latendorf.