In Wien sind insgesamt sieben Männer nach sieben Raubüberfällen festgenommen worden. Sie hatten die Taten alle in der Nacht auf den 23. Mai in den Bezirken Hietzing, Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus verübt und waren teilweise bewaffnet und maskiert.
Bei ihren Einvernahmen nannten die Männer aus Österreich, Serbien und Syrien im Alter zwischen 18 und 28 Jahren Langeweile und Geldnot als Motiv, berichtete die Polizei.
Bei den Überfällen sollen drei bis fünf teilweise mit Pistolen bewaffnete und mit Sturmhauben maskierte Täter ihre Opfer bedroht und zur Herausgabe von Bargeld sowie Wertgegenständen gezwungen haben. In zwei Fällen soll es zudem zu Schussabgaben gekommen sein. Nach den Taten flüchteten die Männer mit einem Fahrzeug.
Umfangreiche Videoauswertungen
Das Landeskriminalamt Wien leitete umfangreiche Ermittlungen ein. Neben zahlreichen Opfer- und Zeugeneinvernahmen wurden auch umfangreiche Videoauswertungen durchgeführt. Dabei konnte ein Auto ausgeforscht werden, das bei den Raubüberfällen verwendet worden sein soll. Im Zuge einer Verkehrskontrolle wurde das Fahrzeug angehalten und überprüft.
Den einschreitenden Polizisten war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, dass es sich um den gesuchten Pkw handeln dürfte. Durch die Befragung der Insassen konnten weitere Tatverdächtige ausgeforscht werden.
Zwei der Männer stellten sich am 2. Juni freiwillig bei der Polizei und zeigten sich geständig. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete insgesamt sieben Festnahmen sowie mehrere Hausdurchsuchungen an. Während mehrere Tatverdächtige bereits zuvor festgenommen werden konnten, nahm die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) am Mittwoch den letzten noch flüchtigen Verdächtigen fest.
Der 28-Jährige wurde nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen im Bereich der Schultheßgasse ausgeforscht und festgenommen.
Agenturen, bega
|
16.07.2026, 13:10