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Interview mit Dan Twardzik (Altglienicke): "Wir wollen auf Platz eins, das ist der Traum"

Video: Dan Twardzik (Altglienicke) im Sommer-Interview (24 Min)

Fußball | Regionalliga

Stand: 17.07.2026 19:03 Uhr

Mit prominenten Neuzugängen hat die VSG Altglienicke bereits vor der Saison für Furore gesorgt. Der Trainer Dan Twardzik ist mit 35 Jahren dafür sehr jung. Im Interview spricht der Coach, Sohn des ehemaligen Sachsen-Leipzig- und Rot-Weiß-Erfurt-Torhüters Rene Twardzik, über Druck, Ambitionen, das Besondere an Altglienicke, seine Trainerphilosophie und seine Regionalliga-Favoriten.

Fußball, Herren, Saison 2025 2026, Finale COSY-WASCH Landespokal Berlin, VSG Altglienicke - BFC Dynamo, v. l. Philip Türpitz (VSG Altglienicke), Trainer Dan Twardzik (VSG Altglienicke), Jonas Nietfeld (VSG Altglienicke) mit Pokal, Jubel nach dem Abpfiff, 23.05. 2026,

Twardzik im Sommer 2026 mit dem Berliner Landespokal.

Dan Twarzik: "Ich denke mal, wir haben Aufsehen erregt durch unsere Transfers. Vielleicht spielt auch meine Vergangenheit in Mitteldeutschland eine Rolle."

Twarzik: "Es ist ein gewisser Druck. Aber es ist auch eine Vorfreude. Ich als Trainer, wir als Verein haben unsere Träume. Wir wollen früher oder später einen Aufstieg schaffen. Der Verein arbeitet sehr hart daran, dies möglich zu machen. Nach der Vorbereitung kann man noch nicht sagen, dass wir auf jeden Fall Topfavorit sind. Es gibt viele Mannschaften, die diese Rolle einnehmen können und sollten, vor allem gerade die großen Vereine aus dem Osten."

Fußball, Herren, Saison 2026 2027, Regionalliga Nordost, VSG Altglienicke, Training, v. l. Trainer Dan Twardzik (VSG Altglienicke), John Antony Brooks (VSG Altglienicke), 06.07. 2026,

Twardzik (li.) mit Top-Neuzugang Brooks (re.)

Twarzik: "Der Kader ist super zusammengestellt, mit einer sehr hohen Qualität. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Namen und diese Einzelspieler nicht die komplette Saison gewinnen. Dafür braucht man die gesamte Mannschaft. Und die ist in einer sehr, sehr guten Verfassung. Auch was das Zusammenleben in der Kabine angeht, sind wir sehr homogen. Ich kann mir vorstellen, dass uns das dieses Jahr tragen wird."

Twarzik: "Wenn man sich die reinen Ergebnisse anschaut, dann war das gar nicht verkehrt. Es geht aber um die Entwicklung der Mannschaft. Da sind wir auf einem guten Weg gewesen bislang."

Twarzik: "Ganz normal, wie jedes Testspiel ja auch. Wir wollen auf uns gucken. Wir wollen unsere Abläufe, unsere Identität bewahren und die dann auch auf dem Platz sehen und umsetzen."

Twarzik: "Es ist schön, gegen solche Spieler und solche Mannschaften antreten zu dürfen. Vielleicht habe ich auch die Möglichkeit, mit Herrn Demichelis ein paar Worte auszutauschen. Vielleicht kann er mir noch mal Tipps geben, wie man eine erfolgreiche Saison noch erfolgreicher gestaltet. (lacht). Aber ich kann mir natürlich vorstellen, dass er auch genug zu tun hat."

Hertha BSC - Arminia Bielefeld, Dan Twardzik (Co-Trainer VSG Altglienicke) hospitiert bei Hertha, 19.12. 2025,

Twardzik im Dezember 2025, damals hospitierte er bei Hertha BSC.

Twarzik: "'Jay' hatte enge Verbindungen zu unserem Teammanager. Er verfolgt den Verein einfach schon lange, war auch öfter bei unseren Spielen dabei. Da sind Beziehungen entstanden. Wir waren nicht die Einzigen, die diese Spieler holen wollten und die Möglichkeiten dazu hatten. Ich glaube, das familiäre Umfeld, die enge Verdrahtung zwischen Mannschaft, Staff und Verantwortlichen zeigt, was man an diesem Verein haben kann."

Twarzik: "Wir wollen offensiven Fußball spielen und dafür haben wir auch die Spieler dazu. Wir werden versuchen, den Gegner frühestmöglich zu stören. Aber dann auch zielstrebig zum Tor zu kommen. Wir wollen zu den besten Offensivteams gehören. Und man muss auch hinten sauber bleiben."

Twarzik: "In meiner Spielerkarriere habe ich mich eher als künftiger Torhütertrainer gesehen. In die Co-Trainerrolle wurde ich von Karsten Heine (Ex-Trainer Altglienicke, d.Red.) gebracht. Er ist für mich ein großer Mentor und Ansprechpartner. Ich habe für mich herausgefunden, dass mir dieses Trainer-Dasein, mit vielen Charakteren zusammenzuarbeiten, Taktiken auszuprobieren, deutlich mehr liegt als das reine Torwarttraining."

Twarzik: "So, wie ich als Spieler war, dass ich jedes Spiel in jeder einzelnen Aktion gewinnen wollte, das spiegelt sich auch als Trainer wider. Aber auch eine gewisse Ruhe, die ich auch als Torwart haben musste. Diese Verrücktheit, dass man auch mal drüber ist mit den Emotionen, das passiert sehr selten bei mir."

VSG Altglienicke vs. FC Hansa Rostock - Torwart Dan Twardzik

Twardzik als Torhüter.

Twarzik: "Man nimmt von überall etwas mit. In Italien wurde viel im technischen, taktischen Bereich gearbeitet. In Schottland waren es Körperlichkeit und Intensität. Das sind Dinge, die mich geprägt haben. Um auf den Wandervogel zu kommen, ich wollte einfach Fußball spielen. Ich wollte auf dem Platz stehen. Da habe ich dann die Möglichkeiten angenommen, die ich bekommen habe."

Twarzik: "Das ist immer ein leidiges Thema, dass man keine richtige Heimat hat. Wenn man in Brandenburg spielen muss als Berliner Verein, ist das eine Katastrophe. Aber wenn man sich die Zuschauerzahlen der letzten Saison im Vergleich zu den vorherigen anschaut, hatten wir deutlich mehr Zuschauer. Das ist positiv für uns."

Twarzik: "Wenn man sich die Verpflichtungen anschaut, plus, was der Verein investiert, dann sind die Ambitionen sehr hoch. Wir haben zum Beispiel einen neuen Rasen bekommen im Stadion. Wir wollen uns nicht verstecken. Wir wollen auf Platz eins stehen. Das ist der große Traum. Und dafür muss man Tag für Tag hart arbeiten und Schritt für Schritt gehen."

Twarzik: "Ich freue mich auf jeden Fall riesig auf dieses Spiel. Zum Auftakt einen Drittliga-Absteiger zu bekommen, ein super Stadion mit sehr vielen Zuschauern, da ist die Motivation extrem hoch. Aue wird mit Sicherheit mit anderen Vereinen auch einer der Favoriten sein für die Saison."

Twarzik: "Meine drei Favoriten für die Saison werden Aue sein, der Chemnitzer FC, der sich gut verstärkt hat und hoffentlich auch wir."

Mit Dan Twardzik sprach Dirk Hofmeister.

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