Stand: 12.07.2026, 21:35 Uhr
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Werder Bremens Justin Njinmah prüft aktuell Wechsel-Optionen. Wie Trainer Daniel Thioune über einen möglichen Transfer des Angreifers denkt.
Bremen – Rund eine Viertelstunde dauerte es, bis Justin Njinmah den offiziellen Teil der ersten Trainingseinheit des SV Werder Bremen in der Sommervorbereitung verließ. Gemeinsam mit Athletiktrainerin Kira Klemmer absolvierte der Angreifer auf einem Nebenplatz ein etwa halbstündiges Individualprogramm. Im Profifußball ist das nichts Ungewöhnliches, zum Auftakt einer Vorbereitung jedoch eher selten zu sehen. Bei Njinmah schwingt derzeit zudem ein besonderer Unterton mit: Wie die DeichStube bereits berichtete, gibt es sowohl aus Deutschland als auch aus dem europäischen Ausland Interesse am gebürtigen Hamburger, der einen Wechsel – vorzugsweise nach England – aktuell prüft.

Transfer-News: Verlässt Justin Njinmah den SV Werder Bremen in diesem Sommer? © gumzmediaTransfer-News: Verlässt Justin Njinmah den SV Werder Bremen in diesem Sommer?
Dass die Bilder eines individuell trainierenden Justin Njinmah daher schnell interpretiert werden, weiß auch Werder Bremens Coach Daniel Thioune. Deshalb erklärte er nach der Einheit am Sonntagnachmittag in einer Medienrunde: „Er war im Trainingsaufbau sehr fleißig, es traten dann aber ein paar muskuläre Probleme auf. Deshalb hat er in der vergangenen Woche schon gearbeitet und wurde heute in der Belastung gesteuert.“
Bereits ab Mittwoch soll Justin Njinmah, dessen Marktwert das Branchenportal transfermarkt.de derzeit auf fünf Millionen Euro taxiert, wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Dass Thioune den Stürmer, der sich bereits mehrfach mit einem Abschied beschäftigt hatte, gern über den Sommer hinaus bei Werder Bremen behalten würde, daraus machte der 51-Jährige keinen Hehl.
„Ich würde mir wünschen, mit Justin weiter zusammenzuarbeiten“, sagte er, schob jedoch hinterher: „Es ist aber der gleiche Fall wie bei Jens Stage. Dort bin ich auch nicht der ausschlaggebende Faktor, sondern nur ein beeinflussender Faktor.“ Mit anderen Worten: Thioune kann für einen Verbleib werben, dafür sorgen kann er jedoch nicht allein.
Wechselt Werder Bremens Justin Njinmah nach England? „Dass er mit seiner Qualität Interesse hervorruft, ist völlig normal“
Dass Justin Njinmah Begehrlichkeiten weckt, ist auch dem Trainer bewusst. „Dass Justin aufgrund seiner Qualität Interesse hervorruft, ist bei einem Spieler mit seinem Tempo völlig normal. Wenn er noch ein paar Scorer mehr hätte, wäre seine Präsenz auf dem Markt vielleicht sogar noch größer.“ Ein Abschied des Offensivspielers in diesem Sommer erscheint möglich – auch aus wirtschaftlichen Gründen. „Wir sind ein Verein, der von Transfererlösen lebt“, sagte Sportchef Clemens Fritz am Sonntag auf Nachfrage zur Personalie. „Wenn es für uns und den Spieler ein passendes Angebot gibt, versucht man natürlich, lösungsorientiert zu arbeiten. Aber aktuell sind wir noch nicht so weit.“
Fest steht also noch nichts. Deshalb plant Thioune vorerst weiterhin mit Justin Njinmah. „Ich erwarte ihn am Mittwoch auf dem Trainingsplatz. Es gab bisher auch keinen Austausch von meiner Seite“, sagte der Trainer des SV Werder Bremen und stellte abschließend klar: „Veränderung möglich, von meiner Seite aber nicht wünschenswert.“ (bvo/dco)