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Heimat-CDU von Kanzler Merz fordert Rücktritt von Fraktionschef Spahn – „Schwerer Schaden“

Stand: 18.07.2026, 12:09 Uhr

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Jens Spahn steht unter Druck: Die CDU aus Kanzler Merz‘ Heimatstadt Brilon fordert seinen Rücktritt als Fraktionschef – und spricht von schwerem Schaden.

Brilon – Die CDU in Brilon, dem Geburtsort von Bundeskanzler Friedrich Merz, hat sich öffentlich gegen den Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag gestellt. In einem offenen Brief, der auf der Website des Stadtverbands abrufbar ist, wird Jens Spahn aufgefordert, sein Amt niederzulegen. Das Vertrauen in seine Führung sei dauerhaft erschüttert, so die Briloner Christdemokraten.

Friedrich Merz und Fraktionschef Jens Spahn

Friedrich Merz und Fraktionschef Jens Spahn. © Michael Kappeler/dpa

„Im Interesse der Glaubwürdigkeit unserer Partei sowie des Vertrauens unserer Mitglieder und Wähler fordern wir Jens Spahn auf, die politischen Konsequenzen zu ziehen und von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückzutreten“, heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Die Verfasser des Briefs beziehen sich auf die geltende Rechtslage in Deutschland sowie auf grundlegende Positionen der CDU. Spahns Verhalten stehe „in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis“ zu den Werten, für die die Partei seit Jahrzehnten eintrete.

„Sendet ein fatales Signal“: CDU Brilon fordert Rücktritt von Jens Spahn

Besonders deutlich fällt ein weiterer Satz in dem Schreiben aus: „Wer als einer der höchsten Repräsentanten unserer Partei bewusst auf Möglichkeiten im Ausland zurückgreift, die den Wertentscheidungen des deutschen Rechts widersprechen, sendet ein fatales Signal.“

Die Unterzeichner betonen zudem, dass Spahns Handeln konkrete Auswirkungen auf die Arbeit von Kommunalpolitikern habe. Diese stünden täglich im direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern – und hätten nun erheblich mehr zu erklären. „Viele Mitglieder empfinden das Verhalten von Jens Spahn als schweren Schaden für die Glaubwürdigkeit der CDU und ihrer Mandatsträger auf allen Ebenen“, schreiben die Briloner CDU-Mitglieder weiter. (dpa)