Stand: 21.07.2026, 06:30 Uhr
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Die Beteiligten freuen sich darauf, Unternehmen zu unterstützen. © Sabine EllingDer Landkreis Heidekreis hat in Bad Fallingbostel eine zentrale Anlaufstelle für wirtschaftliche Transformation eröffnet. Bis Mitte 2029 werden sechs Teilprojekte bearbeitet – von Rüstungswirtschaft bis Tiefengeothermie.
Bad Fallingbostel – „Wir sind glücklich.“ Das sagte Landrat Jens Grote, als er gemeinsam mit weiteren Beteiligten das Projekt „Trends HK2030 – Transformationsmanagement Wirtschaftsregion Heidekreis“ vorstellte. Erst eine Woche zuvor hatte Melanie Walter, Niedersachsens Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, einen Förderbescheid in Höhe von 1,1 Millionen Euro übergeben und damit das Projekt symbolisch gestartet.
Die sechs Teilprojekte
1. Transformationsprozesse in Industrie und KMU begleiten (Fokus Unternehmen).
2. Rüstungs- und Verteidigungswirtschaft in der Region ausbauen. Aktivitäten werden als Initiative „HeiDefense“ umgesetzt.
3. Energie-Region: Projekte für die Energiewende (Fokus auf Infrastruktur).
4. Nachhaltigkeit in Industrie und KMU vor Ort unterstützen
5. Data-Center-Standort Heidekreis? / Digitalisierung vorantreiben
6. Start-ups unterstützen und Nachfolgeregelungen für regionale KMU fördern. Arbeiten erfolgen unter der Marke „Heidestart“.
Am Standort Bad Fallingbostel nimmt mit dem neu eröffneten Büro „Transformation Heidekreis“ eine zentrale Kontakt- und Anlaufstelle für Fragen aus dem Bereich der wirtschaftlichen Transformation ihre Arbeit auf. Der Heidekreis adressiert durch das Projekt mehrere Themenfelder, denen für die Zukunftsfähigkeit der Region eine strategische Bedeutung beigemessen werden kann. Diese werden im Dialog mit Unternehmen, Kommunen und regionalen Akteuren bis Mitte 2029 in sechs entsprechenden Teilprojekten (siehe Infokasten) bearbeitet.
Die Teilprojekte werden zum einen von externen Dienstleistern, die Wirtschaftsförderung Deltaland und die Energieagentur, und durch das Team der Wirtschaftsförderung im Heidekreis bearbeitet. Das Projektteam des Dienstleiters, angesiedelt in den Geschäftsräumen der Wirtschaftsförderung Deltaland und der Energieagentur Heidekreis, beide Walsroder Straße 9 in Bad Fallingbostel, besteht aus Personen mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten. Der Projektleiter und seine Stellvertreterin auf Seiten des Auftragnehmers sind Michael Krohn als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Deltaland und Theresa Weinsziehr als Leiterin der Energieagentur Heidekreis. Beide werden auch in einzelnen Teilprojekten tätig werden. Seit 1. Juli neu in der Geschäftsstelle sind Anja Ostrowski, die Energie- und Klimaschutzbelange auf Seiten des regionalen Mittelstands in den Blick nehmen wird, sowie Annette Schmahl, die sich neben Nachhaltigkeitsthemen gemeinsam mit Anke Schaffrek um die Themen Start-ups, Gründungen und Fragen der Unternehmensnachfolge kümmern wird. Zum 1. November wird Carsten Niemann, bisher Bürgermeister der Samtgemeinde Ahlden, zum Team dazustoßen. Er wird gemeinsam mit Michael Krohn an der Stärkung des Standorts im Bereich der Rüstungs- und Verteidigungswirtschaft arbeiten.
Eng kooperieren werden die Genannten mit dem Team der Stabsstelle Wirtschaft und Klimaschutz auf Seiten des Landkreises als Auftraggeber. Anke von Fintel und Cornelia von Zengen sind als Projektleiterinnen tätig und die jeweiligen Teams werden durch weitere Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung, Kai Bartens, Lena Heß, Verena Baden und Carolin Winckler, ergänzt. Auf diese Weise wird die Arbeit in den Projektteams eng mit den Aktivitäten der Wirtschaftsförderung verzahnt und verstetigt, heißt es in einer Pressemitteilung der Beteiligten.
Angesichts von drei Truppenübungsplätzen und der Übernahme des Industrieparks Walsrode durch einen Rüstungskonzern lohne es sich anzuschauen, ob es vielleicht Firmen gibt, die gerne für die Branche arbeiten möchten, nannte Michael Krohn ein Beispiel für ihre Arbeit. Carsten Niemann ergänzte, dass das Thema Zeitenwende sehr wichtig sei. Dieses wolle er begleiten. Weitere Stichworte, die im Zusammenhang mit Zielen und Vorhaben genannt wurden, waren Tiefengeothermie, Batteriespeicher, Berichtspflichten für Unternehmen und Fördermittel.
Jens Grote sagte, dass Veränderungen heutzutage rasend schnell vonstatten gingen. Es gelte, bei Fragen und Unsicherheiten Chancen und Angebote zu unterbreiten und Netzwerke zu nutzen. „Wir werden deutlich effektiver und bieten eine tolle Dienstleistung.“ Das Projekt biete dem Landkreis einen Standortvorteil und Unternehmen Unterstützung an. „Auf diese Weise helfen wir uns selbst und hoffen, dass wir am Ende davon profitieren. Es gibt viele Gedanken und Ideen. Wir müssen gucken, was man vielleicht ausprobieren kann.“ Jetzt hätten sie die entsprechende „Manpower“, um vielleicht auch mal ein Pilotprojekt zu starten. Michael Krohn ergänzte: „Wir sehen uns als Ermöglicher“.