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Geschäftszahlen-Newsblog: Philips übertrifft Erwartungen und hebt Prognose an

Konzernzentrale in Amsterdam: Im abgelaufenen Quartal kletterte die bereinigte Ebita-Marge auf 16,4 Prozent. Foto: Philips

Höhere Preise und Volumina helfen Unilever

Der britische Konsumgüterkonzern Unilever hat im zweiten Quartal dank höherer Preise und Absatzmengen die Umsatzerwartungen des Marktes übertroffen. Das bereinigte Umsatzwachstum lag in dem am 30. Juni abgelaufenen Vierteljahr bei 5,8 Prozent, wie der Hersteller von Dove-Seife und Axe-Deodorant am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 4,3 Prozent gerechnet. 

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes Umsatzwachstum in der Spanne des langfristigen Ziels von vier bis sechs Prozent. Zuvor hatte Unilever ein Wachstum am unteren Ende dieser Spanne in Aussicht gestellt.

Philips übertrifft Erwartungen dank Zoll-Rückzahlungen und hebt Prognose an

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat im zweiten Quartal dank der Rückerstattung von US-Zöllen die Markterwartungen übertroffen und seine Jahresprognose angehoben. Für das Gesamtjahr werde nun eine bereinigte Ebita-Marge von 13,5 bis 14,0 Prozent erwartet, teilte Philips am Montagabend mit. Zuvor war der Konzern von 12,5 bis 13,0 Prozent ausgegangen. Der freie Cashflow soll auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro steigen, nach zuvor angepeilten 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro.

Im abgelaufenen Quartal kletterte die bereinigte Ebita-Marge auf 16,4 Prozent, während Analysten im Schnitt mit 12,1 Prozent gerechnet hatten. Philips zufolge ist darin ein positiver Effekt aus den US-Zollerstattungen von 4,2 Prozent enthalten. „Wir haben den Prozess der Zollerstattungen in den USA im Quartal weitgehend abgeschlossen“, erklärte Konzernchef Roy Jakobs. 

Palfinger leidet unter US-Zöllen und Nahost-Konflikt – Gewinn sinkt

Der österreichische Kranhersteller Palfinger hat im ersten Halbjahr 2026 wegen geopolitischer Konflikte und US-Zölle einen Gewinnrückgang erlitten. Zwar stieg der Umsatz um 2,3 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebit) sank jedoch um sieben Prozent auf 84,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. 

Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn um 4,2 Prozent auf 48 Millionen Euro. Nach einem guten Jahresstart hätten im zweiten Quartal vor allem der Iran-Krieg und die US-Zölle die Kunden verunsichert und Investitionen verzögert. Um gegenzusteuern, hat Palfinger ein Sparprogramm aufgelegt: Ab 2027 sollen durch einfachere Strukturen und Künstliche Intelligenz (KI) jährlich 25 Millionen Euro eingespart werden.

Sika erhöht Umsatzprognose und senkt Margenerwartungen

Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika hat nach einem beschleunigten Wachstum im zweiten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen erwartet für 2026 nun ein Umsatzplus von drei bis sechs Prozent in lokalen Währungen nach zuvor prognostizierten ein bis vier Prozent, wie Sika am Dienstag mitteilte. In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz in lokalen Währungen um 4,0 Prozent. Wegen des starken Schweizer Frankens sank der berichtete Umsatz nominal jedoch um 1,5 Prozent auf 5,59 Milliarden Franken.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) lag bei 1,06 Milliarden Franken, was einer Marge von 19,0 Prozent entspricht. Unter dem Strich verdiente Sika mit 552,1 Millionen Franken geringfügig weniger als im Vorjahreszeitraum mit 554,4 Millionen Franken. Konzernchef Thomas Hasler erklärte, das Unternehmen habe trotz eines verhaltenen Marktes und geopolitischer Unsicherheiten Marktanteile hinzugewonnen. Für das Gesamtjahr senkte Sika die Prognose für die Ebitda-Marge auf 19,0 bis 19,5 von 19,5 bis 20 Prozent.

Mercedes-Benz verbessert Ergebnis – Prognose Pkw-Absatz gesenkt

Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis wie erwartet gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Der Absatz im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars stabilisiert sich aber nicht wie erhofft, so dass der Autobauer jetzt einen leichten Rückgang und kein Volumen auf Vorjahresniveau mehr erwartet. 

Mercedes begründete das am Dienstag mit dem verschärften Marktumfeld und intensivem Wettbewerb in China. Von April bis Juni legte das Betriebsergebnis um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu, nach einem Einbruch um zwei Drittel vor Jahresfrist. Der Dax-Konzern wolle im zweiten Halbjahr Kosten und Produktivität weiter verbessern, erklärte Konzernchef Ola Källenius.

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TeamViewer mit Umsatz- und Gewinnrückgang

Die Abwanderung von Kunden und negative Wechselkurseffekte trüben die Bilanz von TeamViewer. Der Spezialist für Fernwartungssoftware gab am Dienstag für das zweite Quartal einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf 182,7 Millionen Euro bekannt. Die wiederkehrenden jährlichen Erlöse lagen mit 736,8 Millionen Euro knapp unter Vorjahresniveau. Der operative Gewinn schrumpfte um neun Prozent auf 70,6 Millionen Euro.

Reiche US-Kunden lassen LVMH-Umsatz steigen

Dank der steigenden Nachfrage wohlhabender US-Kunden hat der französische Luxuskonzern LVMH im zweiten Quartal mehr umgesetzt. Mit Marken wie Louis Vuitton, Dior und Bulgari nahm das vom Milliardär Bernard Arnault kontrollierte Unternehmen 19,5 Milliarden Euro ein, währungsbereinigt drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den USA habe die neu geschaffene Kaufkraft durch den KI- und Technologieboom die Erlöse um sechs Prozent steigen lassen, so das Unternehmen.

In Europa stagnierten die Umsätze im Quartal nach einem Rückgang in den ersten drei Monaten des Jahres, als der Konflikt im Nahen Osten den Tourismus besonders belastet hatte. Weltweit besonders gefragt waren Uhren und Schmuck mit einem Umsatzplus von elf Prozent für Marken wie Tiffany und Bulgari.

Im Halbjahr stieg der Umsatz organisch um zwei Prozent, nach berichteten Zahlen ergab sich ein Rückgang um drei Prozent auf 38,6 Milliarden Euro. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft sank dabei unter anderem wegen Währungsschwankungen um vier Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.

Hochtief erhöht seine Prognose

Die florierende Nachfrage nach Rechenzentren gibt dem größten deutschen Baukonzern Hochtief Rückenwind. Der Dax-Neuling erhöhte am Montag seine Gewinnprognose. Hochtief erwarte nun 2026 einen operativen Konzerngewinn von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro, teilte die Tochter des spanischen Infrastruktur-Konzerns ACS mit. Dies entspreche einer Steigerung von rund 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuvor hatten die Essener eine Spanne von 950 Millionen Euro bis 1,025 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. 

Hintergrund der Prognose-Erhöhung sei die „positive Geschäftsentwicklung“, erläuterte das Unternehmen. Diese beruhe vor allem auf der US-Tochter Turner, „die eine sehr starke Nachfrageentwicklung im Rechenzentrumsmarkt verzeichnet“. Entsprechend hob Hochtief auch die Gewinnprognose für Turner an. 

Hochtief errichtet etwa für Meta Rechenzentren in den USA, auch in Europa und Deutschland ist der Konzern auf diesem Gebiet aktiv. Über die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten Halbjahr will Hochtief gegen 14.00 Uhr informieren.

Krebstherapien treiben AstraZeneca an: Gewinn über den Erwartungen

Eine starke Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs und seltene Krankheiten hat AstraZeneca im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn beschert. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg zu konstanten Wechselkursen um 18 Prozent auf 2,63 Dollar, wie der britische Pharmakonzern am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 2,48 Dollar erwartet. Der Umsatz legte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 15,38 Milliarden Dollar zu und entsprach damit in etwa den Markterwartungen.

Mit den Zahlen trat das Unternehmen Sorgen über seine langfristigen Wachstumsaussichten entgegen, die nach dem jüngsten Fehlschlag einer klinischen Studie aufgekommen waren. Zudem bekräftigte AstraZeneca seine Prognose für das Jahr 2026. Demnach soll der bereinigte Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen. Beim Umsatz wird ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern ein Umsatz- und Gewinnwachstum von etwa acht beziehungsweise elf Prozent verzeichnet.

Vodafone im Aufwind: Deutschland-Geschäft wächst wieder

Die Fusion des britischen Geschäfts mit Three UK und ein Zukauf in Afrika geben dem Telekomkonzern Vodafone Rückenwind. Zudem wuchs die wichtige Deutschland-Tochter nach einem Durchhänger im vorangegangenen Quartal wieder. „Wir sind gut in das Geschäftsjahr gestartet“, sagte Vodafone-Chefin Margherita Della Valle am Montag. Sie rechne daher mit einem Gesamtjahresergebnis am oberen Ende der angepeilten Spanne. Die in Frankfurt notierten Aktien legen daraufhin im Frühhandel um rund drei Prozent zu.

Der britische Konzern steigerte die Serviceumsätze im abgelaufenen Quartal um knapp zehn Prozent auf 8,63 Milliarden Euro. In Deutschland legten sie rund zwei Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu. Der operative Konzerngewinn erhöhte sich um 6,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. 

Für das Geschäftsjahr 2026/2027 stellte Vodafone ein Betriebsergebnis von 13 bis 13,3 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro in Aussicht. Darin enthalten seien Effekte durch die Mehrheitsübernahme an Safaricom, erläuterte Della Valle. Ihr Unternehmen hatte die Beteiligung an dem afrikanischen Mobilfunker für 1,6 Milliarden Dollar auf etwa 55 Prozent aufgestockt. 

Münchener Rück verdient mehr als erwartet – Prognose bestätigt

Die Münchener Rück hat dank geringer Naturkatastrophen und anderer Großschäden im abgelaufenen Quartal mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn habe nach vorläufigen Zahlen bei 2,2 (Vorjahr: 2,1) Milliarden Euro gelegen und damit deutlich über den Prognosen von Analysten, teilte der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Freitag in München mit.

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Porsche-Gewinn trotz Absatzrückgang im ersten Halbjahr gestiegen

Der angeschlagene Sportwagenbauer Porsche AG hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr trotz eines weiteren Absatzschwunds um ein Drittel gesteigert. Wie aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Volkswagen hervorgeht, hat die allein aus Porsche bestehende Markengruppe „Sport Luxury“ im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 1,35 (Vorjahr: 1,01) erwirtschaftet, nachdem es im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel eingebrochen war. 

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VW-Gewinn bricht im zweiten Quartal um ein Drittel ein

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im zweiten Quartal erneut eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei das Konzernergebnis nach Steuern in den Monaten April bis Juni um 32,9 Prozent von 2,29 Milliarden Euro auf 1,54 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit.

SAP senkt Ausblick für operativen Gewinn - Wachstum stark

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient, stutzt aber wegen zweier Zukäufe seinen Ausblick für das operative Ergebnis 2026. So gehen die Walldorfer beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern währungsbereinigt noch von einem Wachstum zwischen 13 und 17 Prozent aus, wie sie nach US-Börsenschluss mitteilten. SAP-Chef Christian Klein hatte zuvor noch 14 bis 18 Prozent anvisiert.

Der Gesamtumsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu. Darunter zog der Cloudumsatz unerwartet kräftig um 22 Prozent an. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro und damit weniger stark als erwartet. Unter dem Strich machte SAP mit 2,21 Milliarden Euro gut ein Viertel mehr Gewinn als ein Jahr zuvor.

KI-Boom treibt Intel über Wall-Street-Erwartungen

Das Geschäft des Chipkonzerns Intel profitiert nach einer langen Durststrecke von der boomenden Halbleiter-Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz des Chip-Pioniers im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Milliarden Dollar (14,15 Mrd Euro) hoch. Es war das schnellste Umsatzwachstum seit Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 14,4 Milliarden Dollar gerechnet.

Chemiekonzern Dow übertrifft Erwartungen dank höherer Kunststoffpreise deutlich

Der US-Chemiekonzern Dow hat im abgelaufenen Quartal dank deutlich gestiegener Kunststoffpreise infolge des Nahost-Kriegs kräftig zugelegt. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen aus dem Bundesstaat Michigan am Donnerstag mitteilte.

Die Spannungen an der Straße von Hormus verknappten zuletzt das weltweite Angebot an Chemikalien und trieben die Preise für Kunststoffe und Polymere in die Höhe. Während Dow die Verkaufspreise um 20 Prozent anhob, ging der Absatz um ein Prozent zurück. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) kletterte auf 2,3 Milliarden Dollar von 703 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Um den branchenweit gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie einer schwachen Nachfrage in wichtigen Endmärkten zu begegnen, treibt Dow sein Sparprogramm voran. Die internen Maßnahmen hätten die Erwartungen übertroffen, erklärte Konzernchefin Karen Carter. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit zusätzlichen Einsparungen von rund 200 Millionen Dollar. Damit steige der Beitrag zur Ergebnisverbesserung auf mehr als 1,3 Milliarden Dollar.

Premium-Tarife immer beliebter: T-Mobile US hebt Prognose an

Die zunehmende Popularität hochpreisiger Tarife verhilft der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. „Unter den Neukunden entscheiden sich 60 Prozent für unsere Premium-Angebote“, sagte Jon Freier, der Finanzchef des US-Mobilfunkers, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Daher rechne er nun für das Gesamtjahr mit einem Free Cash Flow von 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar. Bislang hatte er einen Mittelzufluss zwischen 18,1 und 18,7 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Im zweiten Quartal musste die Tochter der Deutschen Telekom zwar einen Rückgang des Kundenzuwachses um 13 Prozent auf 277.000 hinnehmen. Das Minus fiel jedoch geringer aus als befürchtet. Der Konzernumsatz wuchs um knapp acht Prozent auf 22,79 Milliarden Dollar und lag im Rahmen der Markterwartungen. Der operative Gewinn übertraf mit 9,54 Milliarden Dollar die Analystenprognosen. „Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen“, sagte T-Mobile-Chef Srini Gopalan.

Gabelstapler-Herstelller Jungheinrich senkt Gewinnprognose

Der Hamburger Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich muss trotz eines anziehenden Geschäfts seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurücknehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nur zwischen 340 und 400 (Vorjahr: 228) Millionen Euro liegen, teilte Jungheinrich am Donnerstag mit. Bisher hatte die Spanne zwischen 380 und 450 Millionen gelegen. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen die Folgewirkungen des Streiks im Werk Lüneburg im Februar, höhere Materialkosten und die scharfe Konkurrenz. An der Börse verloren Jungheinrich-Aktien nach der Prognosesenkung 5,6 Prozent.

Beim Auftragseingang kalkuliert Jungheinrich für 2026 nun mit 5,5 bis 6,1 Milliarden Euro, beim Umsatz mit 5,3 bis 5,9 Milliarden, jeweils 100 Millionen mehr als bisher. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde deshalb nur zwischen 6,2 und 7,0 (bisher 7,2 bis 8,0) Prozent liegen. 

Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang mit 1,42 (1,36) Milliarden Euro ebensom über dem Vorjahresniveau wie der Umsatz, der um gut drei Prozent auf 1,40 Milliarden Euro stieg. Dagegen bröckelte das Ebit auf 88 (106) Millionen Euro ab.

Beim Nettogewinn, der auf 47 (70) Millionen Euro einbrach, fiel auch eine mögliche Einigung mit dem Finanzamt über einen Steuerstreit aus den Jahren 2017 bis 2023 zu Buche, für die Jungheinrich 13 Millionen Euro zusätzlich reservierte.

Ölpreisrally spült TotalEnergies Milliarden in die Kassen

Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Ölpreisrally hat TotalEnergies einen wahren Geldsegen und das beste Quartalsergebnis seit fast drei Jahren beschert. Der bereinigte Nettogewinn sprang im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 67 Prozent auf sechs Milliarden Dollar, wie der französische Energiekonzern am Donnerstag mitteilte.

Er lag damit nochmals höher als die 5,4 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal 2026. Analysten hatten mit einem Gewinnwachstum in diesem Umfang bereits gerechnet. Die Aktionäre sollen daran teilhaben: Für das dritte Quartal kündigte TotalEnergies Aktienrückkäufe im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar an.

Der Iran-Krieg hat das weltweite Angebot verknappt und die Preise für Rohöl und Gas auf Mehrjahreshochs getrieben. So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zwischen April und Juni im Schnitt rund 97 Dollar und damit 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Besonders stark profitierte TotalEnergies in seinem Geschäftsfeld Raffinerie und Chemie. Hier schoss der Gewinn um 362 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe. In der Sparte Exploration und Produktion kletterte das Ergebnis um 64 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar.

Einen Dämpfer verzeichnete TotalEnergies hingegen im Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG): Wegen schwacher Nachfrage in Europa sank der Gewinn in diesem Bereich um 22 Prozent auf 807 Millionen Dollar. 

Vossloh vertröstet Anleger auf nächstes Jahr

Nach seiner Prognose-Senkung für 2026 macht der Bahntechnik-Konzern Vossloh den Anlegern Hoffnung auf ein anziehendes Geschäft im kommenden Jahr. Die Belastungen, die das Unternehmen aus dem westfälischen Werdohl im laufenden Jahr zu tragen habe, würden „überwiegend“ als temporär oder einmalig eingeschätzt, erklärte Vossloh am Donnerstag. 

Für 2027 sei daher weiterhin „ein deutliches organisches Wachstum sowie eine deutliche Verbesserung des“ Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu erwarten. Mut mache Vossloh der Auftragseingang, der im ersten Halbjahr um fast ein Drittel auf den Rekordwert von 828,5 Millionen Euro nach oben schnellte. Der Auftragsbestand sei mit 1,14 Milliarden Euro Ende Juni ebenfalls so hoch wie nie gewesen.

Vossloh hatte in der vergangenen Woche seine Umsatz- und Gewinnprognose zurückgenommen. Der Umsatz soll nur noch auf 1,51 bis 1,61 (2025: 1,34) Milliarden Euro steigen, rund 50 Millionen weniger als bisher gedacht. Im ersten Halbjahr stieg er um 22 Prozent auf 710,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll mit 195 bis 210 (179) Millionen Euro im Schnitt 20 Millionen geringer ausfallen als gedacht, nach sechs Monaten stehen 80,9 (74,2) Millionen zu Buche. 

Vossloh begründete beides mit geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen aus einzelnen Ländern, auf 2027 verschobenen Lieferungen und steigenden Beschaffungs- und Logistikkosten. Vor allem die Weichen-Sparte Customized Modules habe in den ersten sechs Monaten auf die Rendite gedrückt.

Easyjet mit Gewinneinbruch - Hoffnung auf Last-Minute-Kunden 

Der britische Billigflieger Easyjet ringt während seines Übernahmekampfs durch zwei Finanzinvestoren weiterhin mit dem Last-Minute-Trend und hohen Kerosinkosten. Die Ticketpreise für das Sommerquartal von Juli bis September lägen derzeit auf Vorjahresniveau, teilte das umworbene Unternehmen am Donnerstag in Luton bei London mit. Die Last-Minute-Buchungen seien stark und auch die etwas früheren Buchungen begännen sich zu verbessern. Allerdings müssten die Kunden immer noch mit Preisanreizen zum Ticketkauf bewegt werden. Dabei brach der Gewinn der Airline wegen der hohen Kerosinpreise ein.

In den drei Monaten April bis Juni steigerte Easyjet den Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 3 Milliarden britische Pfund (rund 3,5 Mrd Euro). Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn lag mit 85 Millionen Pfund 70 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

BNP Paribas übertrifft Erwartungen dank Aktienhandels

Die französische Großbank BNP Paribas hat im zweiten Quartal dank eines florierenden Aktienhandels und einer Erholung im Privatkundengeschäft die Erwartungen übertroffen. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 4,35 Milliarden Euro, wie das nach Bilanzsumme größte Geldhaus der Euro-Zone am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 4,21 Milliarden Euro gerechnet. 

Die Erträge kletterten um zwölf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro und fielen damit ebenfalls höher aus als erwartet. Die operativen Kosten stiegen um zehn Prozent. Die Bank profitierte zudem von einem Einmalertrag von 858 Millionen Euro aus der Neuordnung der Partnerschaft mit dem belgischen Versicherer Ageas.

Anziehender US-Markt macht Lkw-Bauer Traton optimistischer

Eine deutlich anziehende Nachfrage aus den USA weckt beim Lkw-Bauer Traton neue Zuversicht. Für das laufende Jahr rechnet die Holding für MAN, Scania, den US-Lkw-Hersteller International Motors und die südamerikanischen Lkw-Marken von VW nun mit einer bereinigten operativen Umsatzrendite von 6,3 bis 7,3 Prozent, die damit jedenfalls über dem Vorjahresniveau von 6,3 Prozent liegt. Bisher lag die prognostizierte Untergrenze bei 5,3 Prozent, nach sechs Monaten stehen aber schon 7,0 Prozent zu Buche. Auch die Verkaufszahlen dürften 2026 mindestens auf Vorjahresniveau liegen, womöglich sogar bis zu sieben Prozent darüber, wie Traton am Donnerstag in München mitteilte. Bisher hatte Traton auch ein Minus von bis zu fünf Prozent für möglich gehalten.

„Wir gehen weiterhin von einem stärkeren zweiten Halbjahr aus“, sagte Finanzvorstand Michael Jackstein. Im ersten Halbjahr legte der Auftragseingang um 30 Prozent auf 181.900 Lkw und Busse zu. Die Verkaufszahlen lagen mit 151.500 Fahrzeugen aber noch ein Prozent unter Vorjahr. Der Umsatz stagnierte bei 22,0 (21,9) Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis lag mit 1,54 (1,37) Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Einen großen Auftragsschub verzeichnete Traton mit 141 Prozent in Nordamerika, wo sich die Käufer im vergangenen Jahr unter anderem wegen der US-Einfuhrzölle stark zurückgehalten hatten. In Südamerika stieg der Auftragseingang um 22 Prozent, weil Brasilien ein staatlich subventioniertes Kreditprogramm aufgelegt hatte. 

Nokia steigert den Gewinn – Rechenzentren treiben das Wachstum

Nokia hat im zweiten Quartal beim operativen Ergebnis die Markterwartungen klar übertroffen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 434 Millionen Euro, nachdem Analysten im Schnitt nur mit 372,3 Millionen Euro gerechnet hatten. 

Der Umsatz legte im Jahresvergleich um acht Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu und traf damit in etwa die Erwartungen. Rückenwind erhält der finnische Netzwerkausrüster vor allem durch den Ausbau seines Geschäfts mit Ausrüstung für Rechenzentren.

Konzernchef Justin Hotard treibt den Umbau des Unternehmens weg vom klassischen Telekommunikationsausrüster hin zu einem Anbieter für die Infrastruktur des KI-Booms voran. Im Fokus stehen Produkte für den Aufbau neuer Datenzentren sowie softwarebasierte Netzwerklösungen. 

Gemeinsam mit Nvidia stellte Nokia zuletzt eine Technologie vor, mit der Mobilfunkanbieter die Datenmenge auf bestehenden Frequenzen deutlich steigern können; die Plattformen sollen ab dem kommenden Jahr für 4G- und 5G-Netze verfügbar sein und sich später auf 6G aufrüsten lassen. 

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