FIFA verschwieg sieben Manipulations-Warnhinweise bei der WM 2026
Stand: 23.07.2026, 21:22 Uhr
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Die WM 2026 ist Geschichte. Die FIFA gab nicht das beste Bild ab. Ein internationales Expertengremium erweckt nun den Verdacht der Manipulation.
Zürich – Seit dem 19. Juli ist die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 Geschichte. Spanien schnappte sich vollkommen verdient den Titel und kassierte während des gesamten Turniers nur ein Gegentor. Da verziehen die Fans Final-Held Ferran Torres am Ende sogar, dass ihm ein kurioses Missgeschick mit dem WM-Pokal unterlief. Für FIFA-Boss Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump war die WM ohnehin ein voller Erfolg. Nun aber werden neue Vorwürfe laut.

Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter waren in Amerika vor Ort und versorgten euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken. © Absolut FussballEin internationales Expertengremium, das Netzwerk „Group of Copenhagen“, wurde einst vom Europarat zur Bekämpfung von Spielmanipulationen gegründet. Bei der WM tauchten demnach sieben Verdachtsmomente auf. Im Mittelpunkt dabei: Unregelmäßigkeiten, die im Zusammenhang mit Sportwetten aufgefallen sind. Siebenmal flackerte ein sogenannter „gelber Hinweis“ auf.
FIFA verschwieg Manipulationsvorwürfe in Sachen Sportwetten bei der WM
Unter der ersten Warnstufe versteht man Anhaltspunkte möglicher Unregelmäßigkeiten. Sind die Warnstufen in den Farben Orange oder gar Rot gekennzeichnet, liegt ein starker Manipulationsverdacht vor. Dies passierte bei der WM in Nordamerika glücklicherweise nicht, doch wieso gab die FIFA nicht an, dass es sieben Verdachtsmomente gegeben hat?
Die Erklärung des Weltverbands: Auf Basis sämtlicher gesammelter und ausgewerteter Daten wurden „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ festgestellt. Zudem hätten „potenzielle Hinweise auf Spielmanipulationen sowie etwaige Maßnahmen fachkundig, koordiniert und rasch beurteilt werden“ können.
Erwähnt hat die FIFA die sieben Warnhinweise nicht. Das Expertengremium unterstrich derweil, dass die WM 2026 aufgrund der Team-Aufstockung deutlich schwieriger zu überwachen war. Für 2030 werden vielleicht sogar 64 Mannschaften erwartet. Da glücklicherweise keine Warnstufen in den Farben Orange und Rot vorlagen, dürfte die Kritik diesbezüglich bald leiser werden. Andere Angriffspunkte aber bietet die FIFA wohl weiterhin. (is)