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Brennbare Materialien und versperrte Notausgänge sollen die Brandkatastrophe in Bangkok begünstigt haben. Die Zahl der Toten durch das Feuer ist gestiegen.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
yer
- Juli 2026, 6:33 Uhr
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Das Feuer brach am Sonntagabend in einem Bierlokal aus.
© Arnun Chonmahatrakool/Reuters
Nach dem tödlichen Feuer in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok haben Behörden Sicherheitsmängel festgestellt. Das thailändische Innenministerium teilte mit, dass ein Fluchtweg auf der Rückseite des Lokals mit einem Süßwarenstand blockiert gewesen sein soll. Ein weiterer Notausgang war zudem mit einem Schild »Nicht öffnen (nur
für Personal)« gekennzeichnet, was flüchtende Gäste offenbar zusätzlich
verwirrte. Viele Menschen flüchteten nach dem Ausbruch des Feuers in den hinteren Teil des Gebäudes, in die Nähe der Toiletten, fanden dort aber keinen Ausgang. Die Ermittler vermuten, dass dichter Rauch und ein Stromausfall den Menschen die Orientierung nahmen.
Das Feuer brach am späten Sonntagabend kurz vor Mitternacht im Bierlokal Rong Beer Na Ladprao im Stadtteil Ladprao nordöstlich der Innenstadt aus. Ursache könnte nach ersten Erkenntnissen ein Kurzschluss an einer an der Decke befestigten Klimaanlage gewesen sein, das wird jedoch weiter untersucht. Die Zahl der Toten ist thailändischen Medienberichten zufolge auf 30 gestiegen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, rund 20 davon schwer. Die Flammen breiteten sich nach Behördenangaben so rasch aus, weil im
Gebäude und bei der Inneneinrichtung keine feuerhemmenden Materialien
verwendet worden seien.
Die Polizei untersucht Berichte, wonach Mitarbeiter Ausgänge
verschlossen haben sollen, um zu verhindern, dass Gäste das Lokal
verlassen, ohne ihre Rechnung zu bezahlen. Dafür gibt es bislang jedoch
keine Bestätigung. Die Behörden prüfen außerdem, ob das Lokal überhaupt rechtmäßig als
Vergnügungsstätte betrieben wurde. Nach ersten Erkenntnissen lag
lediglich eine Genehmigung als Restaurant mit Livemusik vor. Zudem
untersuchen die Ermittler, ob unerlaubte Umbauten vorgenommen wurden und
ob Versäumnisse bei Genehmigungen oder Kontrollen zu der Katastrophe
beigetragen haben.