Was jetzt? / Embryonenschutzgesetz:
Eine Debatte, die die Union vermeiden wollte
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Nach Jens Spahns Rücktritt wird über das Embryonenschutzgesetz diskutiert. Kommt jetzt eine Reform? Und: Machen Trumps Zölle die Amerikaner tatsächlich reicher?
Aus der Serie:
Was jetzt?
- Juli 2026, 5:57 Uhr
Nachdem der zurückgetretene CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn öffentlich gemacht hat, dass er und sein Mann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind, wird in Deutschland wieder über Leihmutterschaft und Fortpflanzungsmedizin debattiert. Während die CDU die Leihmutterschaft weiterhin ablehnt, wollen der Deutsche Ethikrat und die Grünen das Thema neu diskutieren. Familienministerin Karin Prien (CDU) schließt eine Kursänderung der Union zwar aus, zeigt aber Verständnis für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Eine Überprüfung des Embryonenschutzgesetzes hält sie für möglich. Auch Befürworter einer Reform verweisen auf den unerfüllten Kinderwunsch vieler Paare und argumentieren, dass die Gesetze nicht mehr zeitgemäß sind. Kritiker warnen hingegen vor der Gefahr der Ausbeutung von Frauen und einer Kommerzialisierung des weiblichen Körpers. Parallel rückt auch die Eizellspende wieder in den Fokus, die in Deutschland weiterhin verboten ist. Ob die schwarz-rote Bundesregierung das Embryonenschutzgesetz nun reformieren könnte, ordnet Kaja Klapsa, Politikredakteurin der ZEIT, ein.
US-Präsident Donald Trump setzt weiter auf Zölle als politisches und wirtschaftliches Druckmittel. Zuletzt drohte er Kanada unter anderem wegen der Rauchschwaden durch die Waldbrände im Land mit neuen Abgaben von bis zu 50 Prozent auf bestimmte kanadische Waren. Auch Brasilien ist betroffen: Ab sofort gelten 25 Prozent Zölle auf zahlreiche Produkte aus dem Land. Zudem könnte auch die Europäische Union von neuen Maßnahmen betroffen sein. Gleichzeitig laufen bestehende Zölle auf viele Importe aus, nachdem der oberste US-Gerichtshof frühere Maßnahmen für ungültig erklärt hatte. Trump hatte seine Zollpolitik mit dem Schutz der amerikanischen Industrie und zusätzlichen Einnahmen für den Staatshaushalt begründet. Wie viel Geld die Zölle tatsächlich eingebracht haben und welche Folgen die neuen Abgaben haben könnten, erklärt Heike Buchter, Finanzkorrespondentin der ZEIT.
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Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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