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„Sein Tod reißt eine große Lücke“: Trauer und Betroffenheit in Miesbach und Schliersee

Stand: 25.07.2026, 08:31 Uhr

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Verstarb völlig unerwartet: Miesbachs Kämmerer Josef Schäffler (55).

Verstarb völlig unerwartet: Miesbachs Kämmerer Josef Schäffler (55). © THOMAS PLETTENBERG/ARCHIV

Die Stadt Miesbach und der TSV Schliersee trauern um Josef Schäffler. Der 55-Jährige verstarb vergangenes Wochenende völlig überraschend.

Schliersee/Miesbach – Als Kämmerer hat Josef Schäffler die Stadt Miesbach seit über zehn Jahren auf Kurs gehalten. Er hat die Kreisstadt durch die extrem schwierige Phase geschifft, als 2016 die Gewerbesteuereinnahmen unvermittelt einbrachen, und trotz ungünstiger Voraussetzungen den Sanierungsneubau des Warmfreibads mitgetragen. Der 55-jährige Schlierseer war der Garant für die finanzielle Stabilität der Kreisstadt. Entsprechend groß ist nun der Schock. Der dreifache Familienvater starb in der Nacht auf vergangenen Samstag völlig überraschend.

Dreifacher Familienvater stirbt überraschend: „Sein Tod reißt eine große Lücke“

Der Sepp, wie ihn Freunde und Kollegen nannten, war seit 1. Juli 1990 bei der Stadt Miesbach beschäftigt. Angefangen hatte er im Bauamt, wechselte als Sachbearbeiter in die Kämmerei, wo er stellvertretender Kämmerer wurde und im Oktober 2014 die verantwortungsvolle Aufgabe des Kämmerers übernahm.

Wie Bürgermeister Thomas Acher am Donnerstagabend im Stadtrat bekannte, hinterlasse Schäfflers plötzlicher Tod– fachlich wie menschlich – eine schmerzliche Lücke. Die Stadt verliere einen nicht nur einen äußerst engagierten Mitarbeiter, sondern einen Menschen, der mit großer Loyalität, Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Einsatz über Jahrzehnte die Geschicke begleitet und mitgestaltet habe.

Die Fraktionen würdigen Schäffler als Mitarbeiter, der den Kurs der Stadt geprägt habe. „Er war sehr zuverlässig und gewissenhaft. Man konnte mit allen Fragen zu ihm kommen“, sagt Astrid Güldner (Grüne). Er sei offen und sehr teamfähig gewesen, habe einen verantwortungsvollen Kurs angemahnt und diesen auch vermitteln können. Paul Fertl (SPD) beschreibt ihn als fachlich kompetent und menschlich sehr angenehm – „sein Tod reißt eine große Lücke“.

Stefan Griesbeck (CSU) ist ebenfalls geschockt: „Wir können es alle nicht fassen. Es ist furchtbar, vor allem für die Familie. Ich kenne den Sepp seit 26 Jahren. Wir haben im Wahllokal an der Münchner Straße immer zusammengearbeitet. Er war auch ein Freund.“ Auch Markus Seemüller (FL) hat ihn sehr geschätzt: „Fachlich hatte er enorm viel drauf. Er hat sich in allen Details ausgekannt. Es ist ein brutaler Schicksalsschlag.“

Josef Schäffler gestorben: „Er war ein Mensch, auf den man sich jederzeit verlassen konnte“

In Schäfflers Heimatgemeinde Schliersee ist die Trauer ebenfalls groß – vor allem beim TSV. „Unser Verein verliert einen langjährigen Weggefährten, der ihn über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat“, sagt Thomas Huber, Leiter der Eishockey-Sparte. „Sepp war nicht nur als Spieler aktiv, sondern engagierte sich auch mit großem Einsatz im Vorstand.“ Ein sportlicher Höhepunkt seiner Laufbahn sei der Gewinn der Landesligameisterschaft 2001, zu deren Erfolgsmannschaft er gehört habe.

„Sepp zeichnete sich durch seine außergewöhnliche Kameradschaft und Hilfsbereitschaft aus. Er war ein Mensch, auf den man sich jederzeit verlassen konnte“, sagt Huber. „Neben seinem unermüdlichen Einsatz wird uns seine gesellige Art in Erinnerung bleiben. Sepp war immer für ein Gespräch, einen Rat oder ein gemeinsames Bier zu haben und bereicherte das Vereinsleben mit seiner herzlichen und offenen Persönlichkeit.“ Mit seinem Tod verliere der Verein vor allem einen guten Freund.