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Ehemaliger Baumarkt wird mittlerweile komplett anders genutzt – hier schwitzen jetzt Studenten

Stand: 23.07.2026, 18:41 Uhr

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Der frühere Praktiker-Baumarkt in Paderborn gehört heute zur Uni. Wo einst Farbeimer verkauft wurden, laufen nun Sportstudierende ein.

Paderborn – Die Baumarktkette Praktiker, einst mit ihrem Slogan „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ bundesweit bekannt, meldete bereits 2013 Insolvenz an. Jahrelange Rabattschlachten, ein angekratztes Image und Missmanagement hatten das Unternehmen in die Pleite getrieben – mit rund 20.000 betroffenen Mitarbeitern galt es damals als einer der größten Insolvenzfälle im deutschen Einzelhandel. Die einstigen Filialen sind längst Geschichte oder in andere Ketten übergegangen. In Paderborn schwitzen mittlerweile Studenten am einstigen Baumarkt-Standort.

Ein Luftbild aus dem Jahr 2010 zeigt neu Uni-Neubau am alten Baumarktstandort.

Ein Luftbild aus dem Jahr 2010 zeigt neu Uni-Neubau am alten Baumarktstandort. © Tibor Werner Szolnoki/Uni Paderborn

Wo früher Werkzeug, Farbeimer und Gartenzubehör über die Ladentheke gingen, wird heute gerannt, geschwitzt und gelernt: Der ehemalige Praktiker-Baumarkt an der Warburger Straße in Paderborn ist seit Jahren fester Bestandteil der Universität Paderborn – als Sport-, Seminar- und Arbeitszentrum.

Uni Paderborn investierte 6,5 Millionen in alten Baumarkt

Die Baumarktkette Praktiker meldete 2013 bundesweit Insolvenz an. Die Filiale in Paderborn fiel schon zuvor einer Schließungswelle zum Opfer. Die Universität Paderborn hat den Standort an der Warburger Straße übernommen: Direkt neben dem bestehenden Uni-Sportgelände entstand aus dem leerstehenden Markt in mehreren Bauabschnitten das Gebäude „SP 2 – Sportwissenschaft 2“. Rund 6,5 Millionen Euro investierte die Universität in den Umbau.

Bereits im April 2011 startete in dem Gebäude der erste Lehrbetrieb. Auf rund 300 Quadratmetern entstanden Räume für das freie studentische Lernen und Arbeiten, hinzu kamen über 800 Quadratmeter Seminarraumfläche. Diese Seminarräume waren von Anfang an als Zwischenlösung gedacht – mit dem Ziel, sie später bei Bedarf in Gymnastik- und Kleingruppensporträume umzuwandeln. Der höhere, hintere Teil des Gebäudekomplexes wurde zu einer Dreifachsporthalle ausgebaut.

Genau das ist heute Realität: Statt Baumarktkunden schwitzen in dem Gebäude nun Sportstudierende. Die Sporthalle und die Sporträume werden wie geplant von der Sportfakultät der Universität genutzt – aus dem einstigen Praktiker-Markt ist ein festes Zuhause für Lehre, Training und studentisches Arbeiten geworden. Auch das studentische Rennsportteam UPBracing e. V. fand in einem Teil des Gebäudes mit Werkstätten und Prüfständen Platz, um dort seine Fahrzeuge für die „Formula Student“-Meisterschaft zu entwickeln.