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Berset fordert Fifa auf: Integrität des Sports vor Geld und Macht schützen

Publiziert19. Juli 2026, 12:24

Nach Trump-InterventionDurch «Geld und Macht» bedroht: Alain Berset kanzelt Fifa ab

Kurz vor dem WM-Final appelliert Ex-Bundesrat und Generalsekretär des Europarats Alain Berset an die Fifa, den Sport besser vor politischem und finanziellem Einfluss zu schützen.

Fee Anabelle Riebeling

Agence France-Presse

Darum gehts

Kurz vor dem Final der Fussball-Weltmeisterschaft hat der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset, den Weltverband Fifa dazu ermahnt, den Sport künftig vor politischem und finanziellem Druck zu schützen. Berset verwies in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung insbesondere auf die nachträgliche Aberkennung einer roten Karte des US-Spielers Folarin Balogun nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Chef Gianni Infantino.

Was denkst du über den Einfluss von Politik und Geld auf den Sport?

Das ist ein grosses Problem, das die Glaubwürdigkeit des Sports untergräbt.

Solange der Sport spannend bleibt und mich unterhält, ist es mir eigentlich egal.

Das gehört leider dazu, wo viel Geld und Macht im Spiel sind.

Ich finde, es wird zu viel darüber geredet, der Sport selbst ist wichtiger.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, das ist nicht mein Bereich.

«Dann kann jedes Ergebnis in Zweifel gezogen werden»

Die Fifa solle eine «dritte Halbzeit» bis zur nächsten WM einläuten und «dringend daran arbeiten, die Integrität des Sports zu stärken», die durch «Geld und Macht» bedroht sei, erklärte Berset weiter. Politischer Einfluss erstrecke sich «nunmehr bis auf das Spielfeld», schrieb Berset zur Intervention Trumps bei Fifa-Chef Infantino. « Wenn sich Regeln zurechtbiegen lassen, kann jedes Ergebnis in Zweifel gezogen werden.» Die WM «endet heute Abend – die Fragen bleiben».

Ganze Liste von Punkten

Neben diesem Fall von einer «unter Druck ausgesetzten Sanktion» sei die WM in den USA, Mexiko und Kanada durch die «Infragestellen der Autorität der Schiedsrichter» geprägt worden, fügte er hinzu. Zudem äusserte er Kritik an «rassistischen Äuserungen» gegen Spieler, die teilweise auch von Politikern gekauft worden seien.

Die Ausweitung von Wettmöglichkeiten habe zudem «Betrug Tür und Tor geöffnet». Im WM-Finale treffen um 21 Uhr MESZ Spanien und Argentinien im MetLife Stadium vor den Toren von New York aufeinander. Die WM 2030 findet in Spanien, Portugal und Marokko statt.

Der Europarat, dem 46 Mitgliedstaaten angehören, wacht seit 1949 über Demokratie und Menschenrechte auf dem Kontinent.

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Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

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