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CXMT: Historisches Börsendebüt für Chiphersteller in China

Börsengang: Historisches Börsendebüt für Chiphersteller CXMT in China

Das Rennen um Künstliche Intelligenz treibt Techwerte an den Börsen in ungeahnte Höhen. In China feiert ein Chiphersteller einen historischen Börsenstart. Was die Firma so interessant macht.

CXMT, gegründet als ChangXin Memory Technologies, ist Spezialist in der Fertigung von DRAM-Speichern. (Symbolbild) Foto: REUTERS

Der Hunger nach Computerchips im weltweiten Rennen um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hat dem chinesischen Hersteller CXMT einen Traum-Börsenstart geebnet. Zum Handelsbeginn sprang das Papier des Halbleiterfertigers aus dem ostchinesischen Hefei um mehr als 470 Prozent in die Höhe.

CXMT, gegründet als ChangXin Memory Technologies, ist Spezialist in der Fertigung von DRAM-Speichern. Die Chips dienen in Computern oder Smartphones als temporäre Speicher von Daten. Sie sorgen dafür, dass die Geräte auf Höchstleistung arbeiten können, indem sie schnellen Datenzugriff ermöglichen, während auf den Geräten Anwendungen laufen. In der KI-Entwicklung sind die Chips wichtig, weil sie die Trainingsdaten der Modelle zwischenspeichern und damit als eine Art Gehirn fungieren.

CXMT legte die zweitstärkste Erstnotiz in der Börsengeschichte Chinas hin und stieg zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Festlandchina auf. Der Eröffnungspreis erreichte 49,50 Yuan je Aktie. Der Ausgabepreis für einen der rund 6,69 Milliarden Anteilsscheine hatte bei 8,66 Yuan gelegen.

KI-Chipmarkt

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Was CXMT mit dem Geld vorhat

Mit dem Geld will CXMT laut dem Börsenprospekt zur Erstnotiz seine Produktion ausweiten sowie in Forschung und Entwicklung seiner DRAM-Chips investieren. Die hohe Nachfrage nach solchen Chips im Zuge des globalen Rennens um die Entwicklung neuer KI-Modelle hat für einen Angebotsengpass in der Branche gesorgt, vor allem bei Herstellern von Alltagselektronikgeräten.

Der Börsengang schließt an weitere Debüts in der Branche an. Mitte des Monats hatte der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix mit einer Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq 26,5 Milliarden US-Dollar (derzeit etwa 23,2 Milliarden Euro) eingesammelt. Berichten zufolge planen in China weitere KI-Startups Börsengänge.

USA und China wetteifern um KI

Die KI-Entwicklung ist mittlerweile zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Rivalen USA und China geworden. Wegen der von Zöllen und Exportkontrollen geprägten handelspolitischen Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wird die Reduzierung von Abhängigkeiten auch bei Technologie immer wichtiger.

Lange gingen Beobachter davon aus, dass die Chinesen ihrer US-Konkurrenz noch hinterherhinken. Das jüngst veröffentlichte Modell „Kimi K3“ der chinesischen Firma Moonshot stellte in Leistungsmessungen nach eigenen Angaben die US-Spitzen-KI-Modelle in einigen Bereichen in den Schatten.

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