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Bison schleudert Großvater meterweit durch die Luft – dramatischer Angriff im Yellowstone-Nationalpark

Bison schleudert älteren Mann meterhoch durch die Luft – Enkel muss zusehen

Stand: 13.07.2026, 15:09 Uhr

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Ein Bison greift im Yellowstone-Nationalpark einen Touristen an. Das Tier schleudert ihn meterweit hoch. Der Mann wird schwer verletzt.

Yellowstone – Ein Tourist ist im Yellowstone-Nationalpark von einem Bison angegriffen und schwer verletzt worden. Videoaufnahmen zeigen, wie der Bulle auf den Mann zustürmt, ihn mit einem Horn erfasst und etwa 2,5 Meter durch die Luft schleudert. Der Vorfall ereignete sich auf dem Bridge Bay Campground im US-Bundesstaat Wyoming.

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Dieser Artikel von Iona Cleave entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.

Der Mann war dort gemeinsam mit seinem Enkel unterwegs. Nach dem Angriff blieb er zunächst am Boden liegen, während andere Camper zu Hilfe eilten und das Tier vertrieben. Der Nationalpark hatte bis Sonntag (12. Juli) keine näheren Angaben zu dem Vorfall oder zum Zustand des Verletzten veröffentlicht.

Links läuft ein Bison im Yellowstone-Nationalpark an Besuchern vorbei, rechts warnt ein Straßenschild vor kreuzenden Bisons.

Ein Bison läuft im Yellowstone-Nationalpark nahe an Besuchern vorbei (l.). Ein Warnschild im Lamar Valley weist auf mögliche Bisonquerungen hin. Die Parkverwaltung mahnt, mindestens 23 Meter Abstand zu den Tieren zu halten. © Links: George Frey/Getty Images North America/Getty Images via AFP | Rechts: Mario Tama/Getty Images North America/Getty Images via AFP

Bison greift Großvater und Enkel auf Campingplatz im Yellowstone-Nationalpark an

Der Fotograf Mike MacLeod aus dem US-Bundesstaat Montana filmte die dramatische Szene. Gegenüber der Zeitung Cowboy State Daily berichtete er, der Bison sei durch das Camp gezogen und dabei zunehmend aggressiv geworden. „Ich wollte nur dramatische Aufnahmen von diesem Bison machen, das einen Ausraster hat“, so MacLeod. „Ich hätte nicht vorhergesehen, dass so etwas passiert.“

Nach seiner Schilderung lief der Bison zunächst auf eine Gruppe von Kindern zu, die das Tier aus größerer Entfernung fotografierte. Die Kinder wichen zurück, während Camper einander vor dem herannahenden Tier warnten. Anschließend richtete der Bulle seine Aufmerksamkeit auf den älteren Mann und dessen Enkel.

Tourist flüchtet hinter Bäume – Bison verfolgt ihn

Videoaufnahmen zeigen, wie Großvater und Enkel zunächst ihre Mobiltelefone auf den Bison richten. Als das Tier aufsteht, ziehen sich beide hinter Bäume zurück. Der Enkel kann schließlich davonlaufen, doch der Bison nimmt die Verfolgung des Großvaters auf.

„Der Bison hat ihn mit seinem linken Horn an der Hüfte erwischt und in die Luft geschleudert“, sagte MacLeod. „Er machte eine perfekte Rolle und landete auf seiner Seite.“ Das Tier sei mindestens 1,80 Meter groß gewesen, der Mann habe sich nach dem Treffer noch mehrere Fuß über ihm befunden.

Zeugen vertreiben Bison nach schwerem Angriff

MacLeod brach die Aufnahme ab und versuchte gemeinsam mit weiteren Campern, das Tier abzulenken. Die Gruppe schrie, lief auf den Bison zu und machte sich möglichst groß. Daraufhin entfernte sich das Tier, während Umstehende den Verletzten versorgten.

Nach Angaben MacLeods beschrieb der Enkel die Verletzungen seines Großvaters als „ziemlich erheblich“. Zudem sei der Mann „noch nicht über den Berg“. Unabhängige Angaben zu Art und Schwere der Verletzungen lagen zunächst nicht vor.

Zweiter Bison-Vorfall im Yellowstone im Jahr 2026

Es ist bereits der zweite bekannte Zwischenfall mit einem Bison im Yellowstone-Nationalpark in diesem Jahr. Am 26. Juni war ein zwölfjähriger Besucher nahe Mud Volcano nördlich von Fishing Bridge verletzt worden. Rettungskräfte brachten das Kind anschließend in ein Krankenhaus.

Die Parkverwaltung erklärte damals, der Vorfall werde untersucht. Bisons hätten im Yellowstone mehr Menschen verletzt als jede andere Tierart. Sie seien unberechenbar, könnten dreimal schneller laufen als Menschen und verteidigten ihren Raum, wenn sie sich bedroht fühlten.

Bisons in Yellowstone – Fakten und Gefahren

Population: Im Yellowstone-Nationalpark leben je nach Jahr und Jahreszeit mehrere Tausend Bisons. Die Bestandsgröße schwankte in den vergangenen Jahrzehnten zwischen rund 2400 und 6000 Tieren.

Genetik: Eine Studie der Texas A&M University kommt zu dem Ergebnis, dass die zuvor getrennt betrachteten Herden heute eine einzige, sich untereinander fortpflanzende Population bilden.

Beinahe-Ausrottung: Nach der massenhaften Jagd überlebten bis zum Jahr 1902 nur noch etwa 23 ursprünglich im Yellowstone-Gebiet heimische Bisons. Sie hielten sich vorwiegend im Pelican Valley auf.

Geschwindigkeit: Bisons können bis zu 55 Kilometer pro Stunde erreichen. Nach Angaben der Parkverwaltung laufen sie damit etwa dreimal schneller als Menschen.

Sicherheitsabstand: Besucher müssen mindestens 25 Yards, umgerechnet rund 23 Meter, Abstand zu Bisons halten. Nähert sich ein Tier, sollen sie zurückweichen und die Distanz wiederherstellen.

Zweiter Vorfall 2026: Bereits Ende Juni 2026 wurde ein zwölfjähriges Kind bei einer Begegnung mit einem Bison nördlich von Fishing Bridge verletzt. Die Parkverwaltung bezeichnet Bisons als unberechenbar und warnt davor, ihnen zu nahe zu kommen.

(Quellen: National Park Service, Texas A&M University, Journal of Heredity)

Yellowstone-Nationalpark warnt vor unberechenbaren Bisons

Der National Park Service fordert Besucher auf, zu Bisons stets mindestens 25 Yards Abstand zu halten. Das entspricht rund 23 Metern. Nähert sich ein Tier, sollen Besucher zurückweichen und die vorgeschriebene Distanz wiederherstellen.

Beginnt ein Bison anzugreifen, empfiehlt die Parkverwaltung ausdrücklich die Flucht. Besucher sollen Schutz hinter Bäumen, Fahrzeugen oder anderen stabilen Hindernissen suchen. Einen Bison absichtlich zu bedrängen, zu reizen oder für ein Foto zu nah an ihn heranzugehen, ist verboten.