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Sonny Scherer ist der Mann für alle Fälle beim FC Bayern

Bayerns Mann für alle Fälle

Stand: 21.07.2026, 14:03 Uhr

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Jürgen „Sonny“ Scherer ist der „Senior Manager Player Care“ des FC Bayern. Und damit für fast alle Wünsche von Spielern und deren Umfeld zuständig.

München – Bayerns Mädchen für alles ist ein Mann. Seit Sommer 2022 kümmert sich Jürgen Scherer als „Senior Manager Player Care“ um die Belange der Stars abseits des Rasens. Ein Spieler hat Probleme mit dem Herd in seinem Haus, Fragen zur Krankenversicherung, möchte Tickets für ein Konzert oder einen Tisch in einem Restaurant, wie dem „Matsuhisa“ im Nobel-Hotel Mandarin Oriental – Scherer ist zur Stelle. „Im Prinzip bin ich 24/7 für die Jungs erreichbar“, sagte der frühere Banker der „Saarbrücker Tageszeitung“.

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Scherer hält sich gerne im Hintergrund, aktuell aber sieht man ihn immer häufiger auf Fotos. Er ist quasi der Nachfolger des früheren Integrationsbeauftragten Johannes Mösmang, der seinen guten Draht zu Spielern häufig auf Instagram zur Schau stellte. Demnächst soll der 35-Jährige seinen Posten beim portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora antreten (Absolut Fußball enthüllte die Pläne Mitte Mai).

Scherer ist eher der Mann für den Hintergrund

Der Deal, an dem auch Thomas Müller, Mats Hummels, Yann Sommer und eine Investorengruppe beteiligt sind, soll in den kommenden Wochen unter Dach und Fach gebracht werden. Mösmang war sehr präsent, immer gut gelaunt, nah an den Spielern. Und man sah ihn auch oft als Bayern-Repräsentant, wenn neue Spieler das erste Mal Münchner Boden unter den Füßen hatten. In der aktuellen Transferperiode rückt Scherer besonders in den Fokus der Öffentlichkeit.

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Auf diversen Aufnahmen ist zu sehen, wie er Neuzugänge wie Ismael Saibari oder Nathaniel Brown vom Flughafen abholt und sie zur Geschäftsstelle an der Säbener Straße fährt. Sein Ziel bei neuen Stars sei es immer, so sagte er mal, für die Spieler und ihr Umfeld „so schnell wie möglich positive Erfahrungen zu schaffen“. Dass er fließend Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch spricht, hilft dabei natürlich enorm.

Aber auch um alle anderen im Kader kümmert er sich: „Der Spieler muss sich top wohlfühlen. In der Mannschaft, aber auch in seiner Freizeit, und auch Familie und Freunde müssen das. Wenn das Kind heult oder die Frau einsam ist, kann der Spieler nicht performen.“ Bei Auswärtsspielen in der Champions League ist er Ansprechperson für Spielerfamilien.

Am Tag der Meisterfeier sammelt er den engsten Kreis der Profis im Hotel „Vier Jahreszeiten“ ein. Mit Carolin, der Mama von Jamal Musiala, trifft sich Scherer beispielsweise auch gerne zum Plausch. Regelmäßig sitzt er aber auch alleine in der „Tagesbar“ in Harlaching, recht nahe am Vereinsgelände des FC Bayern.

Seit seiner Kindheit wird Scherer „Sonny“ genannt, der Grund dafür ist simpel: „Weil ich immer gut drauf war.“ Er betont aber auch: „Ich bin nicht der liebe Onkel, der die Spieler pampert, ihnen jeden Wunsch von den Lippen abliest.“ Auffällig: Auf der Haupttribüne in der Allianz Arena sorgt er mit klaren Ansagen dafür, dass jeder verletzte Spieler einen Platz findet. Auch wenn andere dafür aufstehen müssen.

Scherer: „Ich bin nicht der liebe Onkel“

Scherer selbst beschreibt sich als „Multi-Tasker mit Kreativität, strategischen und Teamführungs-Fähigkeiten“. Er sei jemand, der Beziehungen aufbaue. Zudem könne er „unter Zeitdruck“ arbeiten. Als Stärken hebt der diskrete Saarländer seine „soziale Intelligenz“ und sein „Urteilsvermögen“ hervor. Ein Mann für alles!