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Arbeitsmarkt im Großherzogtum: Top-Jobs in Luxemburg: Welche Arbeitgeber für Grenzgänger attraktiv sind

Arbeitsmarkt im Großherzogtum Top-Jobs in Luxemburg: Welche Arbeitgeber für Grenzgänger attraktiv sind

Luxemburg · Warum wechseln Beschäftigte in Luxemburg den Job – wegen Geld oder Lebensqualität? Eine neue Studie liefert Antworten. Und sie zeigt: Ein Arbeitgeber ist auch für Grenzgänger ein Magnet.

20.07.2026 , 06:15 Uhr

Die Luxemburger Bahngesellschaft CFL fährt nicht nur ab Trier, sondern hat auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger an Attraktivität gewonnen. Das Unternehmen gilt als bester Arbeitgeber des Landes.

Foto: Medienhaus Trierischer Volksfreund/friedemann vetter (ve._), Friedemann Vetter

Der Trend ist klar: In Luxemburg entstehen wieder mehr Jobs – wenn auch nicht so rasant wie in den vergangenen Jahren. Und ohne Grenzgänger läuft beim Jobaufbau im Großherzogtum wenig. Das zeigt auch, welche Stellen besonders ziehen.

Jobmotor springt wieder an – Grenzgänger bleiben entscheidend

Insgesamt hat das Statistikamt Statec in Luxemburg einen leichten Zuwachs an Jobs von 0,3 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Stellen sogar um 1,5 Prozent angewachsen.

Boombranchen mit einem Zuwachs an Jobs sind vor allem der öffentliche Sektor mit Regierungssektor und Dienstleistungen, während der Bausektor noch immer kriselt.

Die Grenzgängerinnen und Grenzgänger tragen nach wie vor stärker zum Beschäftigungszuwachs bei als die Einheimischen aus Luxemburg. So wuchs die Zahl der Grenzgänger um 0,6 Prozent, die der Einheimischen blieb mit plus 0,1 Prozent fast konstant.

Frankreich zieht an, Deutschland bremst

Der Trend hängt vor allem an Frankreich. Die Zahl französischer Grenzgänger stieg zum Vorquartal um 1,1 Prozent, im Jahresvergleich sogar um 3,4 Prozent. Bei deutschen Grenzgängern läuft es umgekehrt: minus 0,2 Prozent zum Vorquartal und minus 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Grund für Kündigung dreht sich: von Familie und Job hin zu schlechtem Klima

Die Befragungsergebnisse zeigen außerdem: Beschäftigte in Luxemburg legen viel Wert auf Lebensqualität im Job. Wenn aber wirklich gewechselt oder gekündigt wird, entscheidet am Ende das Gehalt, sagt die Randstad-Studie „Employer Brand Research 2026“. Ideal sind ein gutes Arbeitsklima (80 Prozent) und eine Work-Life-Balance (76 Prozent) – kombiniert mit Sicherheit (73 Prozent) und Zusatzleistungen (71 Prozent). Randstad sieht das als typisch für Luxemburg, wo hohe Lebenshaltungskosten und lange Pendelstrecken das Wohlbefinden am Arbeitsplatz besonders wichtig machen.

Dies macht sich ebenfalls bei den Gründen für einen Jobwechsel bemerkbar: War im vergangenen Jahr noch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Hauptgrund für eine Kündigung, ist es jetzt ein schlechtes Arbeitsklima.

Wer allerdings zwischen zwei Jobs oder dem Firmenwechsel entscheiden muss, für den ist das Gehalt am Ende ausschlaggebend. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) erwarten ein verlässliches und regelmäßiges Gehalt. Auch Altersvorsorge, finanzielle Sicherheit, Urlaub und Freizeit wurden von 85 Prozent der Befragten genannt.

Die Top-Arbeitgeber in Luxemburg dürfte das freuen: Randstad hat sie ebenfalls ermittelt – und sie sind auch für Grenzgänger besonders attraktiv. Die Luxemburger Bahngesellschaft CFL hat als bisher größter privater Arbeitgeber die Luxemburger Universität in der Beliebtheit überholt; die Uni ist nicht mal mehr in den Top fünf. Die CFL hat 5.320 Beschäftigte, größter privater Arbeitgeber ist aktuell Dussmann mit 5.340 Beschäftigten.

Auf Rang zwei der Top-Arbeitgeber liegt die staatliche Spuerkeess, gefolgt von der Luxemburger Post, der Frachtfluggesellschaft Cargolux und der Passagierairline Luxair. Was der Arbeitsvermittler Randstad an den Unternehmen auszeichnet: den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der großen Arbeitgeber, aber auch eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit und den Ruf in der Öffentlichkeit.